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![]() Jeder Topf findet seinen DeckelArzt als Führungskraft | Die richtige Personalauswahl zu treffen ist wahrlich eine Kunst. Nicht immer sind es Ausbildung, Praktika und Joberfahrung, die den passenden Bewerber auch auf die richtige Position bringen. Es muss auch die „Chemie“ stimmen! Die passenden Mitarbeiter zu finden ist eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften. Oft ist sie aber mit einem hohen Unsicherheitsfaktor belastet, da Personalauswahl nicht zu den Routineaufgaben zählt und die Tragweite für einen reibungslosen Betrieb von großer Bedeutung ist. Mit jeder Neueinstellung binden Sie sich langfristig und richten sich auf eine erhebliche Investition ein. Addieren Sie nur einmal die Gehalts- und Lohnnebenkosten auf, die im Laufe eines Jahres anfallen. Diese Investition soll sich natürlich lohnen – in Leistung und Aufgabenerfüllung durch den/die neue/n Mitarbeiter/in. Gleichzeitig kostet es viel Zeit, die im ohnehin stressigen Praxisbetrieb nicht immer einfach freizumachen ist. Dennoch ist es wichtig, hier aufmerksam zu agieren, denn eine Fehlentscheidung kann kurz- bis mittelfristig auch teuer werden: Ausfallszeiten, erhöhter Schulungsaufwand oder gar personalrechtliche Komplikationen wie Abmahnung oder Kündigung. Aus der Psycho-TrickkisteDurch die schriftlichen Unterlagen und das persönliche Gespräch gewinnen Sie ein Bild von den Bewerbern. Danach beurteilen Sie deren Eignung für den Job. Experten raten, sich vor den persönlichen Gesprächen für mögliche Fehlerquellen bei dieser Beurteilung zu sensibilisieren. Wussten Sie etwa, dass attraktiven Personen eher positive soziale Eigenschaften zugeschrieben werden? Oder dass beim so genannten „Hallo-Effekt“ ein Ihnen ins Auge stechendes Merkmal – wie etwa ein befremdlicher Kleidungsstil – die anderen Merkmale dieser Person überstrahlt? Wenn Sie mehrere Bewerbungsgespräche sehr knapp hintereinander führen, berücksichtigen Sie die Reihenfolge: Nach einem sehr guten Bewerber wirkt der Nachfolgende gleich noch viel schlechter. Last, but not least erlaubt „Sympathie“ keine verlässliche Aussage über die Eignung einer Person. Meist sind es ähnliche Eigenschaften oder Interessen der Gesprächspartner, die einander sympathisch machen – doch bedenken Sie: Auch wenn die „Chemie stimmt“, muss das noch lange nichts über die Eignung für die ausgeschriebene Stelle aussagen. Ein Urteil über die Eignung eines Bewerbers sollten Sie sich nicht schon während des Interviews, sondern erst im Anschluss daran bilden. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Sie im Sinne der sich selbst erfüllenden Prophezeiung im weiteren Verlauf des Gesprächs nur noch solche Fragen stellen, die Ihr Urteil bestätigen. Bleiben Sie bis zum Schluss offen für neue Informationen und Eindrücke der Bewerber!
Text: Renate Haiden | Foto: Istockphoto Tipps für eine effiziente PersonalsucheEinige Überlegungen helfen bereits im Vorfeld, falschen Entscheidungen im Personalmanagement vorzubeugen:
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