Ausgabe 08/07
Dr. Georg Wailand ist Leiter der Wirtschaftsredaktion der Kronen Zeitung und Herausgeber des Monatsmagazins "Gewinn".

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!

Im Jahr 2005 betrugen die Gesundheitsausgaben in Österreich laut Statistik Austria („System of Health Accounts“) rund 25,1 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 24 Milliarden auf die laufenden Gesundheitsausgaben; lediglich 1,1 Milliarden wurde für Investitionen im Gesundheitsbereich aufgewendet.

Knapp 2 Milliarden der oben genannten Summe erhielten allein Österreichs Kassenärzte an Honoraren, einen ähnlichen Betrag verdienten die – zahlenmäßig doch deutlich stärker vertretenen – Spitalsärzte. Einkünfte aus privatärztlichen Tätigkeiten sind in diesen Zahlen noch gar nicht erfasst.

Auch wenn es nur ein kleiner Teil ist, der letzten Endes zur Veranlagung bzw. zum Aufbau des eigenen Vermögens übrig bleibt, so sollte man dennoch gerade dabei darauf achten, dass dieses Geld möglichst optimal angelegt wird.

Seit vielen Jahren bietet ÄrzteEXKLUSIV jeweils Anfang Oktober einen umfassenden Überblick über interessante Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten speziell für Ärzte. Und noch länger findet zur gleichen Zeit in Wien die Gewinn-Messe statt (heuer 18.–20. Oktober, Messegelände Wien).

Gerade in den letzten Jahren konnten wir erkennen, dass vor allem Freiberufler die angebotenen Finanzdienstleistungen sehr stark studieren und hinterfragen. Immer öfter höre ich, dass gerade Ärzte, die sich früher relativ wenig selbst um ihr eigenes Geld kümmern wollten (und dabei bedauerlicherweise auch oft unseriösen Anbietern auf den Leim gingen), sich heute besonders interessiert auf dem Finanzmarkt zu bewegen. Zweifelsohne eine gute Entwicklung – denn wie hat schon Bertolt Brecht gesagt: „Geldleute lesen gründlicher als Bücherliebhaber. Sie wissen besser, welche Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen können.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Interessantes in diesem Magazin und würde mich freuen, Sie auch heuer wieder auf der Gewinn-Messe begrüßen zu dürfen.

 

Ihr Dr. Georg Wailand