Trends beim Fertigbau

 

Architektur

Die Entwicklung im Fertigbau ist eine sehr lebendige, denn die Ansprüche, Erkenntnisse und Technologien sind einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und bringen eine Modifizierung in der Architektur mit sich. Trotz der ausgezeichneten Wärmedämmung des Fertighauses werden heute Hausmodelle geplant, die ein geringes Oberflächenvolumen aufweisen, um den Energieverbrauch, aus ökologischen und ökonomischen Gründen, möglichst gering zu halten.
Große, nach Süden ausgerichtete Glaselemente erweitern optisch den Wohnraum, bringen die Natur ins Haus. Sie tragen aber auch zu solarer Energiegewinnung bei und erreichen in Verbindung mit ausgefeilter Haustechnik, dass auf herkömmliche Heizsysteme verzichtet werden kann.

Grundrisse

Bevorzugt werden Grundrisse mit günstiger Raumaufteilung. Wobei besonders auf großzügige, möglichst offen gestaltete Gemeinschaftsflächen für die gesamte Familie geachtet wird und zugleich auf Rückzugsmöglichkeiten – jedes Familienmitglied soll ein eigenes Zimmer im neuen Haus haben. Die Möglichkeit der Anpassung an veränderte Lebensumstände durch Um- und Anbauten ist im Fertigbau leicht zu bewerkstelligen und erhöht seine Attraktivität. Immer mehr Hersteller bieten auch Modullösungen an, die an Veränderungen angepasst werden können.

Quelle: Fertighausverband

Dieses Designhaus hat die Branche revolutioniert. Eine komplett verglaste Fensterfront mit Holzjalousien, ein Pultdach mit Beleuchtungssystem und die großzügigen, lichtdurchfluteten Wohnflächen begeistern nicht nur Designliebhaber.

Energiesparen mit Fertigteilen

„Sparen, wo’s geht“ ist in Zeiten explodierender Energiekosten das Gebot der Stunde. Investieren Sie daher beim Kauf eines Fertigteilhauses viel Energie für wenig Energie.

Der Heizwärmebedarf von Wohnhäusern ist das Schlagwort der letzten Jahre und das Thema der Zukunft in Bezug auf Klima-, Umweltschutz und Kosteneinsparung. Das Standardhaus, ein Wohnhaus nach den Mindestanforderungen der österreichischen Bauordnungen, erreicht eine Energiekennzahl von 90 bis 100 kWh/m2, dies entspricht einem Heizölverbrauch von neun bis zehn Liter pro m2 und Jahr. Geht man von den Wohnbauförderungsstellen aus, müssen die Mindestanforderungen, um überhaupt eine Förderung oder eine erhöhte Förderung zu erhalten, weit unterschritten werden. Der Nachweis muss über den Energieausweis erbracht werden. Die im Energieausweis ermittelte Energiekennzahl entspricht dem Heizwärmebedarf des Wohnhauses und gibt an, wie viel Heizwärme das Wohnhaus im Jahr unter genormten Bedingungen benötigt. Die Energiekennzahl eines Gebäudes ist genauso aussagekräftig wie der Durchschnittsverbrauch (Liter pro 100 km) eines Kraftfahrzeuges. Einfluss auf die Berechnung haben die Geometrie des Hauses, eine optimale Ausrichtung und die klimatischen Bedingungen des Grundstücks – aber auch die unterschiedlichen Berechnungsmethoden der einzelnen Bundesländer.

Möglichkeiten der Heizkostenreduzierung

Neben der intensiven Wärmedämmung durch Wandaufbauten und wärmeschützende Verglasung gibt es eine Reihe weiterer Energieeinsparungsmöglichkeiten:

  • Maximierung der Wärmegewinnung: Hierzu gehören der Standort des Hauses, seine Topografie, kleinklimatische Lage, Windrichtung und eine frei von Wärmebrücken gefertigte Baukonstruktion sowie eine Südorientierung frei von Abschattungen, jedoch mit Sonnenschutz. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz einer Reihe von solaren Gewinnflächen, wie Glasflächen oder Wintergarten. Auch die Wärmespeicherung ist ein wesentlicher Punkt, werden doch Temperaturschwankungen gedämpft und ein Auskühlen oder Überhitzen verhindert. Auch können Sonnenkollektoren für Warmwasser und eine teilsolare Heizung eingesetzt werden.
  • Minimierung der Wärmeverluste: Eine kompakte und luftdichte Bauform mit Klimaschleuse beim Eingang ist ein wesentlicher Faktor. Extrem gute Wärmedämmung, klare Raumtemperaturzonen, die Hauptwohnräume südseitig, die Nebenräume als Pufferräume nordseitig gehören dazu.
  • Richtige Kombination aus Heizen und Lüften: Die kontrollierte zentrale Wohnraumlüftung sorgt für einen regelmäßigen und automatischen Austausch von Frischluft. Immerhin sollten rund 40 bis 50 Prozent der Raumluft in der Stunde getauscht werden. Mit einer Wärmerückgewinnungsanlage mit Wärmetauscher, ergänzender Wärmepumpe und/oder Solaranlage kann in einem Passivhaus eine Kombination von Heizung und Lüftung erreicht werden, die ausreichen sollte, das Haus bis auf Bad und Toilette zu heizen. In besonderen Aufheizphasen können zum Beispiel Elektro-Heizregister zugeschaltet oder der Holz- bzw. Pelletsofen oder Kachelofen eingeheizt werden. Die Verteilung der Wärme erfolgt über natürliche Konvektion und über die Wohnraumlüftung.

Das erste „klima:aktiv“-Musterhaus

Als offizieller Partner der „klima:aktiv“-Initiative des Lebensministeriums zur Erfüllung des Kyoto-Protokolls hat HARTL HAUS mit dem Bau des ersten „klima:aktiv“-Musterhauses in Fertigbauweise eine Vorreiterrolle für ökologisches Bauen und gesundes Wohnen geleistet. Nun ging der Fertighaushersteller noch einen Schritt weiter und wurde mit „Energy X“ wieder „klima:aktiv“. Dieses Musterhaus demonstriert die zentralen Vorteile einer wesentlich besseren Energiebilanz, denn durch den Einsatz ökologischer Baustoffe wird eine Einsparung bis zu 20 Prozent erreicht. Der Heizwärmebedarf beim „Energy X“ liegt um 80 Prozent unter dem eines Gebäudes nach Bauordnung.

Das Fertighaus ist aufgrund seines Grundbaustoffes Holz als natürlicher und nachwachsender Rohstoff für die ökologische Bauweise prädestiniert. Mit einem HARTL „klima:aktiv“ erzielt man einen OI3-Wert von 17,3. Mittels des Ökoindex 3 (OI3) wird die ökologische Qualität der Herstellung von Gebäuden in Hinblick auf den Primärenergieinhalt, das Treibhauspotenzial und das Versäuerungspotenzial bewertet.
Außerdem wird eine gewaltige Menge an CO2 eingespart, weil das Holz CO2 speichert. Bei der Errichtung eines Gebäudes in Massivbauweise werden vergleichsweise 25 Tonnen mehr CO2 produziert. „25 Tonnen CO2 entsprechen dem Verbrauch von 8,3 Tonnen Öl“, rechnet HARTL HAUS-Geschäftsführer KR Dir. Roland Suter vor. Hartl bietet drei verschiedene Hauslinien an: „Harmony“ steht für Gemütlichkeit und Geborgenheit. Hier fühlen sich Menschen mit ausgeprägtem Familiensinn und Liebe zum Landhaus wohl. „Liberty“ besticht mit klaren Formen und wird ganz besonders von Freunden moderner Architektur geschätzt. „Prestige“ überzeugt durch ein großzügiges Raumangebot und einen eleganten und repräsentativen Auftritt. „Außerdem sind wir das einzige Fertighausunternehmen, das alles aus einer Hand bietet. Von der Planung bis zur Schlüsselübergabe. Vom Aufbau bis zum Ausbau – und zwar von Türen bis Holz-Alu-Fenstern, Stiegen, Balkonen und Wintergärten bis hin zu den Küchen und Möbeln aus eigener Produktion“, betont Suter.

Farben und Licht

Auch das Kärtner Unternehmen GriffnerHaus setzt vermehrt auf Umweltbewusstsein im Angebot. Die Architekturlinie „Design box“ besticht durch ästhetisches, puristisches Design und die ausgewogene Kombination von Holz mit ökologisch gleichwertigen Materialien. Für die Wohngesundheit sorgen ökologische Baustoffe: Holz für die Wand-, Dach- und Deckenkonstruktion, sowie Zellulose und Kork zur Dämmung.
In Kombination mit der Haustechnik – einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Luftwärmepumpe und Wärmerückgewinnung sowie einer Fußbodenheizung im ganzen Haus – bieten sie ein Maximum an Komfort und Behaglichkeit. Apropos Behaglichkeit: Licht spielt in der Mannheimer „Design box“ eine besondere Rolle. Neben den Fenstern des angedockten Baukörpers mit ihrem Wintergarteneffekt tragen auch die großflächigen Fenster des Hauptbaukörpers dazu bei, dass das Haus Licht durchflutet ist. Dank der Schiebeläden kann man bei Tag und Nacht interessante Lichtspiele erleben. An der Nordfassade wurden – den Anforderungen an die Energieoptimierung Rechnung tragend – schmale waagrechte Fensterbänder gewählt. Diese bieten bei geringer Fläche ein Maximum an Ausblick.
Die Farbakzente der Fassade – die beigefarbenen Fassadenplatten an der „box“, die naturbelassene Lärchenholz-Schalung mit offener Fuge am angedockten Baukörper und die  Schiebeläden vor den großflächigen Fenstern – unterstreichen den eleganten und natürlichen Charakter des Hauses. Die pflegeleichten olivfarbigen Holz-Aluminium-Fenster harmonieren bestens mit den beigefarbigen Fassadenvertäfelungen, der Lärchenfassade und den chamoisfarbenen Putzflächen. Das stimmige Farbkonzept setzt sich auch im Inneren des Hauses fort. Hier dominieren dezent abgestimmte Naturfarbtöne. Im Erdgeschoss mit seiner Wohnfläche von 110 m2 überwiegen warme Beige-Töne, sowohl bei den Fußbodenfliesen für den großzügigen Wohnbereich mit der offenen Küche als auch bei den Wänden. Das Obergeschoss bietet mit einer Wohnfläche von 83 m2 Platz für eine Licht durchflutete Galerie, ein Schlafzimmer mit angeschlossenem großem Wellnessbad sowie für zwei Kinderzimmer mit direkt zugängigem Bad.
Dunkles Eichenholz-Parkett und darauf abgestimmte Wandfarben sorgen für ein einmaliges Raumerlebnis.  

Variable Architektur

Beim neuen Musterhaus „Vivario“ hat das auf freie Architektenplanungen spezialisierte deutsche Traditionsunternehmen HANSE HAUS variable Nutzungsmöglichkeiten in den Vordergrund gestellt. Aufgrund der intelligenten Planung des Grundbaukörpers und einer zur Verfügung stehenden Fläche von 190 qm ist das Haus immens vielseitig. Erwachsene Kinder, die das Haus verlassen, Eltern oder Großeltern, die hinzukommen, ein großzügiges Home-office ... – mit dem Entwurf „Vivario“ kann man flexibel auf alle Veränderungen des Lebens reagieren.
Dass dabei der Spaß und die Lebensqualität nicht zu kurz kommen, liegt an der ansprechenden, zeitlosen Architektur und an den sehr energiesparenden Eigenschaften und der Ausführungsqualität. Eine Besonderheit ist die Barrierefreiheit. Ein Appartement wurde rollstuhlgerecht geplant (schwellenfrei, breitere Türen, WC, tiefer angebrachte Lichtschalter und Griffoliven bei Fenstern und Türen) und kann so von einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Familienmitglied komfortabel bewohnt werden.
HN-Raum der besonderen Art!

Text: Michael Strausz | Fotos: Griffner Haus, elegance von hartl haus