WOHNTRÄUME | Wasser im Garten

FotoS: Biotop & Technik Ratzesberger GmbH , Karl Sailer GmbH & Co KG

Wasserspiele

Selbst auf kleinen Grundstücken sind großzügige Lösungen für Schwimmteiche und Natur- pools möglich. www.sailer.at

Der nächste heiße Sommer kommt bestimmt. Wie wohl tut da ein kühlendes Nass im eigenen Garten! Welche Variante – Schwimmteich, Pool, Naturpool etc. – die beste Wahl darstellt, lässt sich in Absprache mit einem Profi leicht eruieren.

Abgesehen von persönlichen Vorlieben stellen grundsätzlich die baulichen Gegebenheiten einen Schlüsselfaktor für die Ent- scheidung dar. „Ein Schwimmteich braucht mehr Platz als ein Naturpool“, stellt DI Hedwig Ratzesberger, Geschäftsführerin von RABAGS – Biotop & Technik Ratzesberger GmbH, klar. Das bestätigt auch DI Klaus Fresser von der Kittenberger Er- lebnisgärten GmbH: „Ein klassischer Schwimmteich ist ein Ganzjahreserlebnis, braucht aber mehr Platz.“

Entscheidend ist auch, dass der künftige Teichbesitzer konkrete Vorstellungen hat. „Manche Kunden bekommen das falsche Produkt verkauft“, weiß Ratzesberger. „Daher sollte man sich vom Planer Anlagen zeigen lassen, mit den Besitzern spre- chen und sich dadurch ein Bild vom Arbeitsaufwand machen. Nur so erkennt man, was wirklich gefällt.“ Und: „Sowohl ein Schwimmteich als auch ein Naturpool sollten unbedingt von Profis geplant und gebaut werden!“


Stand der Technik

Die Vielfalt der möglichen Größen und Formen ist beeindruckend. Karl Sailer, Gartenarchitekt und Naturpoolbauer, setzt auf hochwertige Materialien und Geräte: „Nur auf den Nährstoffgehalt untersuchte Materialien und Gesteine werden eingebaut. Sämtliche Substratschüttungen werden mit Luft und Wasser durchströmt, damit es nicht zu Prozessen im anaeroben Be- reich kommt. Bei Naturpool- und Schwimmteichanlagen kommen Roboter zur Reinigung zum Einsatz, bei Schwimmbioto- pen wird meist händisch abgesaugt. Auf eine ausreichende Durchströmung der ‚Filtergranulate‘ wie zum Beispiel Aquatop-

Gestein wird Rücksicht genommen. Umso technisch ver- sierter die Anlage gebaut wird, desto mehr entspricht sie unserer Vorstellung von einem klaren Badeparadies.“ Klaus Fresser bietet klassische Schwimmteiche mit Schwimm- und Regenerationszone ab 40 Quadratmeter Wasseroberfläche, Naturpools mit geometrischem oder natürlichem Design ab 20 Quadratmeter, „wilde“ Naturbio- tope für das „reine Natur- und Wassererlebnis“ ab mindes- tens 100 Quadratmeter und Nano-Wohlfühlteiche schon ab 10 m2 an. Technisch sind alle Varianten auf dem neu- esten Stand.

Auch Ratzesberger findet Lösungen für alle Präferenzen und Platzangebote: „Ein Schwimmteich ist meist sehr na- turnah gestaltet und baut auf biologisches Selbstreini- gungsvermögen. Verunreinigungen werden von den Was- serpflanzen als Nährstoffe absorbiert und schädliche Bak- terien von Gewässerorganismen vernichtet. Daher sind keine Chemikalien notwendig. Unterstützende Technik wird nur eingesetzt, um die natürlichen Vorgänge zu be- schleunigen“, erzählt sie. Wesentlich für die Funktionalität

sei aber die richtige Dimensionierung und der richtige Aufbau des Regenerationsbereiches sowie die Wahl der Pflanzen. Schwimmteiche werden zudem mit tierischem Plankton „ge- impft“, um das biologische Gleichgewicht schneller zu finden.

Naturpool bzw. Biopool sind die biologische Variante des Swimmingpools. Sie sind derzeit der absolute Renner. „Unab- hängig davon, ob der Naturpool in der Optik gleich einem Pool ist oder naturnah gestaltet, prinzipiell funktioniert er ohne Chlor, Ozon oder sonstige Chemikalien rein biologisch und gewährleistet bei richtiger Planung und perfektem Bau glasklares Wasser“, so Ratzesberger. „Hier wird Technik ge- zielt angewendet. Infolge der Stromkosten geht die Tendenz dabei immer mehr zu Niedervoltpumpen, ausgefeilten Ober- flächenabsaugungen, Rückspülmöglichkeiten und Phosphat- filtern“, ergänzt die Teichexpertin. Neue Entwicklungen gibt es dazu jedes Jahr, ob sie auch bedienerfreundlich sind, wis- sen die Experten.


Tipps für die Planung

Ratzesberger macht sich bei Anfragen vor Ort ein Bild und erstellt dann Rohkonzepte mit Kostenvoranschlägen. Nach der ge- meinsamen Begutachtung bestehender Teichprojekte folgt die Detailplanung. Ein bis zwei Monate dauert die Planungsphase mindestens, der Teich wird dann schon mal in vier Wochen fertiggestellt, das kann aber auch deutlich länger dauern. Sailer ver- anschlagt mehr Zeit für die Planung: „Die Planung sollte etwa drei bis vier Monate vor dem Bau stattfinden, die Bauzeit ist von der Größe der Anlage abhängig und kann ab drei Wochen aufwärts benötigen.“ Von Größe und Standort ist Sailer aufgrund der ausgefeilten Technik unabhängig – speziell mit dem eigens entwickelten Sailer-Großflächenfiltersystem.


Mit Lichteffekten wird der Teich rund um die Uhr zum Erlebnis. Hier ein Exemplar von Bio- top und Technik Ratzesberger ersichtlich. www.schwimmteich.com

Familienzeit im Garten mit Sauna, Grillen, Chillen und Genießen. Als idyllisches

Beispiel in den Kittenberger Erlebnisgärten zu begutachten. www.kittenberger.at