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fotoS: Christian kerbler

Allgemeinmediziner Dr. Johannes Fürnhammer bewegt den X3 vom ersten Meter an souverän.

Innenausstattung BMW X3 xDrive20d

Sportlicher Joker

2018 dürfte für BMW-Sommeliers zweifelsohne ein guter Jahrgang werden. Der weiß-blaue Dauerbrenner X3 wurde zwar optisch nur behutsam optimiert, dafür ist die Technik untenrum und innendrin völlig neu.

Größer, moderner, agiler und sparsamer, verringert der „kleine“ BMW-SUV spürbar die Schlagdistanz zum hauseigenen „Flaggschiff“ X5.  Ein lässiger Allrounder mit sportlichem Einschlag – passt also perfekt zu unserem aktuellen Ärzte-Autotes- ter und Allgemeinmediziner Dr. Johannes Fürnhammer.

Der X3 ist im bayrischen Modellspektrum längst eine fixe Größe und weltweit ein zuverlässiger Umsatzgarant für die Marke: 2003, also satte vier Jahren nach dem ersten X5, debütierte die erste Serie mit dem internen Kürzel E83. Die beste Ehefrau von allen fuhr ihn ein paar Jahre, in Erinnerung bleibt dem Autor dieser Zeilen vor allem ein aus heutiger Sicht unfassbar un- kultivierter und rau nagelnder Vierzylinder-Diesel, ein Turboloch wie ein Meteoritenkrater, eine eher spartanische Innenein- richtung und ein ruppiges, dafür aber sehr agiles Fahrwerk. Umso gespannter waren wir auf den Neuen. Die Anreise zum Testtermin verlief zwar (meistens) innerhalb der offiziellen Tempolimits, fühlte sich aber dennoch wie eine Zeitreise mit Warpgeschwindigkeit an: Einfach nur gigantisch, was sich in 15 Jahren autotechnisch getan hat. Der Neue ist in jeder Hin- sicht voll auf der Höhe der Zeit. Der 190-PS-Vierzylinder-Turbodiesel flüstert unmerklich, während die Achtgang-Automatik im Hintergrund unauffällig den Kraftfluss verwaltet. Das kaffeebraune Interieur ist eine Augenweide, die Haptik der Materiali- en auf einem Level mit 5er und 7er. Dergestalt reisen wir entspannt und begeistert zugleich einen Steinwurf von der Donau entfernt ins kleine Örtchen Klam. Die Gegend hier als malerisch zu bezeichnen, dürfte die Untertreibung des Jahrhunderts sein. Eine schmale Hauptstraße gesäumt von hübschen alten Häusern, eine kleine Kirche, daneben ein Brunnen … das al- les im Schatten der gigantischen Burg Clam, die bis heute im Besitz des dazugehörigen Adelsgeschlechtes ist. Im Sommer findet hier regelmäßig das „Clam-Rock Festival“ statt. Dann geben sich auf der großen Wiese unter der Burg Weltstars ge- genseitig das Mikro in die Hand und der kleine Ort platzt für ein paar Tage aus allen Nähten.


Allroundtalent

Leicht oberhalb des Ortes, mit tollem Blick bis zum weiß angezuckerten Ötscher treffen wir Johannes vor seinem neugebau- ten Haus. Der 31-Jährige hat seine Ausbildung in Wien und Linz absolviert und geht im Gegensatz zu vielen jungen Ärzten bewusst einen anderen Weg: „Die meisten meiner Studienkollegen sind entweder in der Stadt hängen geblieben oder gleich nach Deutschland gegangen. Mir war immer klar, dass ich wieder nach Hause zurückwill.“ Derzeit hat Dr. Fürnhammer als Vertreter für mehrere Ärzte in der Umgebung mehr als genug zu tun. „Natürlich möchte ich später einmal eine eigene Ordi- nation, aber derzeit läuft es für mich auch so ideal. Ich bin unterwegs, lerne in der Praxis immer noch jeden Tag dazu und hab dabei sicher weniger Stress als im Krankenhausalltag.“

Mit den leuchtenden Augen eines Autokenners schwingt er sich sofort hinter das Lenkrad des X3 und ab geht die Post. „Da ist der Neue, gell? 4,70 Meter lang, das ist ja schon fast ein X5. Ich überleg mir nämlich gerade meinen alten Kombi gegen einen SUV einzutauschen … vielleicht einen Siebensitzer … das wär schon praktisch! Da kommt der X3 nicht ganz in Frage, aber bewegen tut sich das Ding schon souverän. Die Lenkung ist ultra-direkt und das In- terieur eine echte Augenweide.“ Souverän pflügt der passionierte Schwimmer und Tischtennisspieler entlang eines versteckten Schotterweges in Richtung Burghof. Als sich die Straße wenig später auf gerader Linie Richtung Grein öffnet, gibt Johannes dem X3 die Sporen. „Das schiebt für einen Vierzylinder-Diesel schon ganz ordentlich an, meint er fachmännisch und zeigt sich vor allem vom Getriebe beeindruckt: „Ich spür gar nicht, wann das Auto schaltet, ge- nial!“ Als wir ihm wenig später anbieten, das Auto noch für ein paar Tage zu behalten, überlegt er kurz und meint dann lächelnd. „Eher nicht, zum Schluss komm ich noch auf den Geschmack!“

Der neue X3 ist innen und außen im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen. Das Cockpit unseres Testwagens punktet mit M-Sportlenk- rad und feinster Lederausstattung.