LIFESTYLE | Autotest

Dr. Christoph Pelank ist hinter dem Volant mindestens genauso engagiert wie in seinem Beruf als Allgemein- und Labormediziner. Mit dem Ford Edge hatte der Hobby-Racer eine ziemlich gute Zeit, wie die Bilder beweisen.

Benzin im Blut

Normalerweise ist die Anreicherung von Kohlenwasserstoffen im Körper ja

nicht gerade wünschenswert. Der Allgemeinmediziner und Assistenzarzt für Labormedizin Dr. Christoph Pelanek beweist das Gegenteil. Der in der Wolle gefärbte Autofreak und Vollblut-Racer testete für uns den neuen Ford Edge.

ÄrzteInfo

www.ford.at

Man trifft dieser Tage ja nicht mehr allzu oft Menschen, die sich ganz offen zu ihrer Leidenschaft für Autos bekennen. Ei- ner, der damit keine Probleme hat, ist unser ÄRZTE EXKLUSIV-Autotester Dr. Christoph Pelanek. Wir treffen den engagier- ten Mediziner bei Ford in Wien, nur unweit seines Hietzinger Zuhauses. Die Sonne scheint mit dem neugierigen Grinsen in seinem Gesicht um die Wette, als wir uns dem grauen Ford Edge nähern. Aber: Warum hat der Mann ein Maßband in der Hand? „Ich flieg demnächst mit meiner Frau für ein paar Wochen nach Amerika und habe ein Mustang Cabrio gemietet. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob unsere Koffer hinten drin Platz haben“, lacht Christoph. Eine gewisse Affinität ist also schon mal vorhanden: „Erst der Mustang, jetzt der Edge. Ich finde es cool, dass Ford endlich mitgekriegt hat, dass man die feine US-Ware auch in Europa anbieten kann. Das tut der Marke sicher gut!“ Auf die Frage nach der gewählten Motorisierung kommt wie aus der Pistole geschossen: „V8 – logisch – oder zumindest V6, der Vierzylinder ist sicher auch ein toller Motor ... Aber in diesem Auto geht das für mich gar nicht!“


Die Chemie stimmt

Wir fahren los und schon auf den ersten Metern wird klar, der Mann fährt gerne und auch gut Auto. Erster Kommentar zum Edge: „Die Optik taugt mir, innen und außen. Alles wirkt solide und wie aus einem Guss, Fahrwerk und Lenkung agieren souverän“, meint Christoph und gleitet entspannt in Richtung Höhenstraße. Einziger Kritikpunkt an unserem Testwagen ist die Konfiguration des Antriebs: „Ich fahre ca. 30.000 km im Jahr. Der 180-PS-Diesel hat so ein fettes Drehmoment, da wür- de ich mir statt der Handschaltung lieber eine Automatik nehmen ... Passt irgendwie besser zu einem Langstrecken-Crui- ser wie dem Edge.“ Unterwegs reden wir über den Arbeitsalltag eines Jungmediziners und Christoph nimmt sich kein Blatt vor den Mund: „Alle jammern, dass unsere Situation suboptimal ist, dass unsere bisherige gewerkschaftliche Vertre- tung aber nichts dagegen unternimmt. Da hab ich mir gedacht, statt rumzumeckern, engagiere ich mich doch einfach. Jetzt bin ich bei der gerade erst frisch gegründeten Gewerkschaft Asklepios als Kassier mitten drin im Geschehen! Ich komme gerade direkt vom allerersten Ärztestreik in der Geschichte der zweiten Republik, das muss man sich mal vorstel- len.“


Alle irgendwie autodeppert

Dann sind wir aber schon wieder bei unser beider Lieblingsthema: O-Ton Christoph: „Ich habe einige Jahre mit dem Rennfahren pausiert. Jetzt baue ich mir mit einem Freund aber gerade wieder ein neues Rennauto für den Histo-Cup auf und freu mich schon riesig darauf, wieder in den Overall zu steigen. Gott sei Dank trägt meine Frau den ganzen Wahnsinn mit!“ Eine kleine Anekdote dazu: „Normalerweise wünschen sich Ehefrauen zum Geburtstag Schmuck, eine Handtasche oder irgendetwas zum Anziehen. Meine Frau möchte lieber eine Auspuffanlage aus Titan!“, lacht Christoph. Auf die Frage, wo er schrauben gelernt hat, erwidert er grinsend: „Learning by doing! Ich bin schon als Jugendlicher immer mit Freun- den unter irgendwelchen Leichen rumgelegen und habe gezangelt. Außerdem sind in meiner Familie einfach alle ‚auto- deppert‘, da kommt so etwas wie von selbst.“ Da drängt sich doch die Frage auf, ob der gute Mann nicht Lust hat, seine Leidenschaft zu vererben? „Derzeit genießen wir unser Leben, unsere Freiheit. Aber wer weiß ... Irgendwann gibt’s sicher kleine Pelaneks, da wäre der Edge dann schon ziemlich praktisch.“ Sprach’s und entschwindet mit dem Edge, um ihm noch ein paar Tage auf den Zahn zu fühlen. Wir bleiben mit dem guten Gefühl zurück, dass das Testauto bei diesem Mann ganz sicher in guten Händen ist. ck