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Investments | Zinstief

So machen Sie mehr

aus Ihrem Vermögen

Durch Zinsen unter der Inflationsrate verlieren Österreichs Sparer Jahr für Jahr mehrere Milliarden Euro. ÄRZTE EXKLUSIV hat sich bei den heimischen Privatbankern umgehört, wie man bei den niedrigen Zinsen doch noch sein Vermögen vermehren kann.

„Kunden nehmen angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus mehr Risiko in Kauf.“


Gaston Griefing, Leiter Raiffeisen Private Banking



Egal wie die Nationalratswahl ausgeht: Die nächste einschneidende Pensionsreform kommt bestimmt. Da muss man schon – Zitat Joki Kirschner – rechtzeitig drauf schau’n, dass man’s hat, wenn man’s braucht. Doch wie schaut man drauf? Keine leichte Aufgabe, zumal man derzeit am Sparbuch sowie mit sicheren Staatsanleihen Geld verliert und auch Aktien- fonds nach Abzug aller Spesen und Steuern oftmals nur zwei bis drei Prozent Ertrag abwerfen. Bei der mageren Verren- tung muss man schon deutlich mehr Veranlagungsrisiko als früher eingehen, um das nötige Startkapital für eine gute Al- tersvorsorge ansparen zu können. Gibt es bei dem aktuellen Zinsumfeld überhaupt noch langfristig lukrative Geldanlagen mit überschaubarem Investmentrisiko? ÄRZTE EXKLUSIV fragte Österreichs führende Privatbanker nach ihren Investment- strategien.


Der Kunde ist König

Die Zeiten, als Private-Banking-Institute sich erst für Kunden mit einem Veranlagungsvermögen von einer Million Euro inter- essierten, sind spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise endgültig vorbei. „Grundsätzlich betreut das Private Banking der Hypo Tirol Kunden ab einem Veranlagungsvolumen von 500.000 Euro“, berichtet Georg Frischmann, Leiter des Private Banking der Hypo Tirol. „Nichtsdestotrotz werden bei uns auch jüngere Freiberufler mit Potenzial betreut. Dies wird dann meist individuell entschieden, wobei standardisierte Vermögensverwaltungsprodukte schon ab kleinen Summen investier- bar sind. Wir erleben ziemlich oft, dass jemand sukzessive anspart, ab einem bestimmten Volumen ins Private Banking hin- einwächst und dann unter anderem von den deutlich günstigeren Kosten profitiert.“ Ähnlich handhabt es der Mitbewerb. Bei der Uni Credit betont man, dass erst ab einem frei verfügbaren Veranlagungsvolumen von 500.000 Euro eine breitgefä- cherte Diver

sifikation über Vermögensmanagement, Immobilien etc. Sinn macht. Seit Jahresbeginn bietet die UniCredit Bank Austria aber bereits Kunden ab 50.000 Euro ein auf die individuelle Risikoneigung abgestimmtes Vermögensmanagement und ab 70.000 Euro ein Betreuungsmodell mit pauschaler Spesenvereinbarung an, bei dem die Kunden die Letztentscheidung der Investitio- nen selbst treffen können. Bei der Erste Bank werden Ärzte, die noch nicht über die kritische Anlagevermögensmasse von 500.000 Euro verfügen, von Premium-Betreuern mit vermögensverwaltenden Asset Allocation Fonds beraten, die die Anlage- strategie des Private Banking eins zu eins abbilden.

Die Raiffeisen KAG setzt gemeinsam mit der Raiffeisen Private Banking Wien die Eintrittsschwelle für Private Banking eben- falls tiefer an. Gaston Griefing, Leiter Raiffeisen Private Banking Wien, begründet dies folgendermaßen: „Gerade in bewegten Zeiten hat der Kunde weder Zeit noch Lust oder die Informationen, sich regelmäßig mit seinem Portfolio auseinanderzuset- zen. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Raiffeisen KAG die Eintrittsschwelle für die Vermögensverwaltung, bei der wir eine sehr starke Nachfrageentwicklung beobachten, auf 150.000 Euro gesetzt.“ Obendrein seien Ansparpläne in Wertpapiere und Kapitalversicherungen die Vermögensplanung für jedes Geldbörserl. „Eine individuelle Depotbetreuung durch einen Pri- vatbanker macht in der Regel ab circa 100.000 Euro Sinn“, meint gar Wiener Privatbank-Vorstand Eduard Berger.


Zinsen ziehen nur langsam an

Know-how hin oder her – neue Regularien (EU-Richtlinie MiFID II ab Mai 2018) und die anhaltende Niedrigzinsphase sind auch für die Privatbanker eine große Herausforderung. „Sie zwingen den Vermögensverwalter, aber auch Investoren dazu, et- was mehr Risiko in die Veranlagungsstrategie zu nehmen“, bedauert Georg Frischmann von der Hypo Tirol, „und an der Si- tuation wird sich so schnell nichts ändern. Das langfristige Zinsumfeld schätzen wir weiterhin sehr gedämpft ein. Zinssätze von vier Prozent und mehr in sicheren Anleihen, wie wir sie noch vor zehn Jahren hatten, werden wir in absehbarer Zeit in der Eurozone wohl nicht mehr sehen. Auch wenn die Wirtschaft wächst und dies für eine restriktivere Geldpolitik und damit stei- gende Zinsen sprechen würde, haben wir in Europa nach wie vor sehr viele Probleme, die ein deutlich höheres Zinsniveau unrealistisch erscheinen lassen. So beträgt Italiens Staatsverschuldung nach wie vor knapp 130 Prozent. Das ist der gleiche Wert wie inmitten der Staatsschuldenkrise 2011, als über eine Pleite Italiens spekuliert wurde. Und es betrifft nicht nur Italien. Die Schuldentragfähigkeit vieler europäischer Südländer bei höheren Zinsen ist nicht gegeben. Zinsen von über drei oder vier Prozent scheinen in ferner Zukunft zu liegen.“


Raiffeisen-Kunden riskieren mehr

„Unseren Kunden ist bewusst, dass sie – angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus – heute mehr Risiko in Kauf nehmen müssen, um eine höhere Rendite erzielen zu können. Wir empfehlen ihnen daher eine breite, globale Diversifikation mit inte- griertem aktivem Risikomanagement. Dabei wird ein aktiver, risikogemanagter Ansatz – wie wir ihn beispielsweise mit unserer Vermögensverwaltung bieten – bevorzugt. So kann durch eine flexible Asset Allocation auf die herausfordernden Marktver- hältnisse entsprechend reagiert werden. Unsere globalen Raiffeisen Capital Management-Portfoliofonds ‚Solide‘ (Aktienquote 0 – 35 Prozent) und ‚Balanced‘ (Aktienquote 20 – 75 Prozent, Red.) sind breit diversifiziert und können ab einem Einmalerlag von 25.000 Euro sowie monatlich ab 200 Euro angespart werden.“ Grundsätzlich, so Griefing, gelte: „Je kürzer der Zeithori- zont zur Pension ist und damit der Vermögensabbau naht, desto konservativer sollte veranlagt werden. Neben dem Veranla- gungshorizont sind die persönliche Risikoneigung, finanzielle Verhältnisse und bisherige Erfahrungen sowie Kenntnisse ent- scheidend.“

Auch bei Raiffeisen sieht man „den US-Aktienmarkt im historischen Vergleich als bereits sehr teuer bewertet“, betont Ingrid Szeiler, Chief Investment Officer, Raiffeisen KAG. In Europa seien „die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr 2017 deutlich positiv und wurden seit Jahresbeginn spürbar angehoben. Angesichts der in den letzten Jahren gestiegenen Bewertungen ist diese Gewinnerholung aber auch dringend notwendig, um Raum für weitere Kursanstiege zu schaffen. Emerging-Markets- Aktien konnten im vergangenen Monat nur durch den starken Euro-Wechselkurs gebremst werden, denn alle anderen Kom- ponenten zeigen im vergangenen Monat eine äußerst ansprechende Entwicklung. Die Bewertungen sind zwar angestiegen, befinden sich aber noch immer auf soliden Niveaus.“ Bei den wichtigsten Staatsanleihenmärkten erwartet sie hingegen „sehr niedrige, zum Teil negative Erträge. Wir mischen in unseren Portfolios verstärkt inflationsindexierte Anleihen bei und haben das Zinsrisiko weiter reduziert. Emerging-Markets-Veranlagungen zeigen unverändert eine attraktive Verzinsung und auch Währungen, die im historischen Vergleich noch immer günstig bewertet sind. Im Bereich der Unternehmensanleihen sehen wir die Bewertungen, also die Renditenaufschläge versus Staatsanleihen, zunehmend kritisch, vor allem europäische High- Yield-Anleihen. Für Rohstoffe ist man für die nächsten Monate unverändert positiv gestimmt. Die zyklischen Industriemetalle konnten in den letzten Wochen deutlich zulegen. Bei den Energierohstoffen erwarten wir im Laufe des zweiten Halbjahres, dass ein fortschreitender Rückgang bei den Lagerdaten die Preise unterstützt.“


Bank Austria baut auf Wirtschaftswachstum

„Wir erwarten sowohl bei der US-Notenbank Fed als auch der europäischen EZB bis Jahresende eine leicht restriktivere Aus- richtung der jeweiligen Geldpolitik. Folglich gehen wir mittelfristig bei Anleihen der Kernländer von anziehenden Renditen aus. Untermauert wird diese Ansicht von steigenden globalen Wachstumserwartungen, die wiederum die Inflationsentwick- lung sowohl in den USA als auch in der Eurozone auf mittlere Sicht befeuern sollten.“ Und steigende Zinsen bedeuten fallen- de

Kurse für aktuell noch schlecht verzinste Papiere. „Demzufolge gewichten wir Renten in Summe beziehungsweise Euro-

Staatsanleihen weiterhin unter“, so Rosen. „Bei Unternehmensanleihen gehen wir selektiv vor, da wir diese nur bedingt für at

traktiv erachten. Äußerste Vorsicht lassen wir bei Hochzinsanleihen walten. Hingegen bieten globale inflationsindexierte Staatsanleihen im Zuge langsam anziehender Verbraucherpreise Opportunitäten. Auch Schwellenländeranleihen weisen langfristig Potenzial auf und bleiben vorerst übergewichtet, zeigen sich doch die Fundamentaldaten vieler Schwellenländer verbessert.“

Bei Aktien ist Rosen vorsichtig optimistisch: „Wir belassen unsere Aktiengewichtung auf ,neutral´. Dieses Anlagevotum be- deutet jedoch keine langfristig negative Haltung gegenüber dieser Anlageklasse. Auf lange Sicht halten wir Aktien weiterhin für ein attraktives Anlagesegment. Von den Regionen favorisieren wir Europa, Japan und die Schwellenländer. Der optimisti- schere Wachstumsausblick für Europa und die Erwartung einer Fortsetzung des positiven Trends der Gewinnschätzungen unterstützen europäische Aktien.“ Japanische Aktien seien langfristig attraktiv: „Die Gewinndynamik sowie die äußerst expan- sive Geld- und Fiskalpolitik dienen weiter als mögliche kurstreibende Faktoren. Wir bleiben bei unserer positiven Haltung zu den Schwellenbörsen, die von einer anziehenden Weltwirtschaft profitieren sollten. Selektivität ist aber gefragt. US-Aktien ha- ben wir aufgrund der hohen Bewertung untergewichtet. Zudem weisen diese deutlich mehr Raum für negative wie auch posi- tive Überraschungen auf.“


Erste setzt auf Aktien

„Die Stimmung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor positiv, weshalb auch unsere Portfolios offensiv Richtung Risikoanlei- hen und Aktien ausgerichtet bleiben“, erklärt Wolfgang Traindl, Leiter Erste Private Banking. „Wir konzentrieren uns in unseren Portfolios auf Anleihen mit positiver Rendite wie Hypothekaranleihen und Unternehmensanleihen, wogegen Euro-Staatsanlei- hen außer Inflations-(geschützten) Anleihen aufgrund ihrer Unattraktivität fehlen. Offene Immobilienfonds dienen als konserva- tive Einkommensbringer. Aktien sollen Substanzgewinne und Dividenden erwirtschaften.“

Beim konservativen Portfolio des Erste Private Banking dominieren Unternehmensanleihen und Aktien aus entwickelten Märk- ten. Die Euro-Inflationsanleihen und währungsgesicherten US-Hypothekaranleihen (MBS) dienen risikoscheuen Kunden als Sicherheitspuffer. „Aufgrund des attraktiveren Zinsniveaus in den USA haben wir den Anteil an währungsgesicherten US-Un

ternehmensanleihen guter Bonität zulasten von Euroland-Papieren erhöht. Blue-Chip-Aktien sind mit 20 Prozent gewichtet“, so Traindl.

Im dynamischen Portfolio sind im Anleihenbereich auch hochrentierende Unternehmensanleihen (High Yield), Anleihen aus Zentraleuropa und den Emerging Markets im Portfolio enthalten. Der Aktienanteil liegt bei 35 Prozent. Darin sind neben Aktien aus USA, Europa und Japan auch Emerging-Markets-Aktien enthalten. Alternative Anlagen werden zur Diversifikation in Form breit gestreuter Hedgefondsstrategien eingesetzt.

„Das DynamicPlus Portfolio ist noch stärker Richtung Corporate Anleihen und High-Yield-Anleihen ausgerichtet. Die Aktient- angente beträgt 60 Prozent“, meint Traindl. „Es werden Alternative Instrumente in Form von Listed Private Equity eingesetzt. Eine 5%ige Goldtangente dient als Risikopuffer.“ Bei den Branchen setzt Wolfgang Traindl auf die Themen Technologie, Ge- sundheit und Konsum.


Die Anlage-Highlights der Hypo Tirol

„Wir schätzen die Aktienveranlagungen in den nächsten Jahren deutlich attraktiver ein als die Veranlagung in Anleihen“, meint auch Georg Frischmann von der Hypo Tirol Wie hoch der Aktienanteil im Portfolio sein sollte, hängt vom Alter, der Ver- wendung des Geldes und der individuellen Risikobereitschaft ab, betont Frischmann: „Ist der Kunde zum Beispiel risikofreudig und will er erst regulär mit 65 Jahren in Pension gehen, würde ich ihm mit 40 Jahren eine sehr hohe Aktienquote bis zu 100 Prozent für die Pensionsvorsorge empfehlen. Ab 55 bis 60 Jahren kann man darüber nachdenken, die Aktienquote zu reduzieren. Im Aktiensegment haben wir die Schwellenländer und Europa übergewichtet. Investiert sind wir auch in kleinkapitalisierte Unternehmen in Japan. Branchenseitig haben wir seit Jahresbeginn den Technologiesektor und den Bere- ich Infrastruktur übergewichtet. Im Rohstoffbereich sind wir eher vorsichtig und waren bis vor Kurzem gar nicht investiert. In manchen Strategien haben wir jüngst aber im Bereich Edelmetalle ein Investment getätigt. Besonders die Metalle Platin und Palladium scheinen im Schatten der Dieselaffäre, gestützt durch eine globale Verknappung, sehr interessant. Bei den Anlei- hen favorisieren wir Schwellenländeranleihen in Hart- und Lokalwährung sowie globale Hochzinsanleihen und als Beimis- chung Wandelanleihen.“


Wiener Privatbank betreut auch Immoinvestments

„Wir bieten unseren Kunden zusätzlich Top-Betreuung bei sämtlichen Immobilieninvestments und gleichzeitig beste Beratung am Aktienmarkt“, sieht Wiener Privatbank-Chef Eduard Berger hierin ein besonderes Asset. „Bei Aktien fokussieren wir uns besonders auf ertragreiche und dividendenstarke Unternehmen.“ Spätestens zehn Jahre vor Pensionsantritt sollte der Aktien- anteil aber regelmäßig reduziert werden, um in den letzten Jahren nur Kapitalerhalt sicherzustellen, meinen die Experten der

Wiener Privatbank. Wiener Privatbank-Chefstratege Wolfgang Matejka sieht „besonders positive Entwicklungen an den eu- ropäischen Aktienmärkten, die schon seit Jahren gut performen und auch weiterhin viel versprechen. Grund dafür ist eine weitere verbreitete Unterbewertung vieler Aktien, da Unternehmen auch gute Gewinne erwirtschaften. Einen weiteren Fokus haben wir auch auf österreichische Aktien, wo wir mit besonderer Marktkenntnis punkten. Auch für sehr interessant halten wir europäische Immobilienaktien, die sich zum Teil besser als der gesamte Euro-Aktienmarkt entwickeln.“


Vermögensverwaltung der BKS Bank

„Das Private Banking ist speziell auf die Ansprüche von Kunden ausgerichtet, die über ein Veranlagungspotenzial ab 200.000 Euro verfügen. Die BKS Bank bietet für Kunden, die erst in dieses Klientel hineinwachsen, attraktive Möglichkeiten“, so Georg Svetnik, Leiter Private Banking und Wertpapiergeschäft, BKS Bank

AG. Wobei in der Vermögensaufbauphase ein Fonds-Anspar- plan zielführend sei. „Die Palette reicht vom reinen Anleihe- fonds und gemischten Fonds bis hin zu Aktienfonds. Wir bi- eten unseren Kunden auch eine standardisierte Vermö- gensverwaltung ab einer Veranlagungshöhe von 30.000 Euro an.“

Svetnik geht davon aus, dass die Geldmarktzinsen bis 2019 noch historisch tief bleiben werden. „In unseren Vermö- gensverwaltungen sind Euro-Staatsanleihen sehr gering gewichtet – wenn, dann nur mit kurzer Laufzeit. Im Anleihe- bereich liegt unser Fokus auf Schwellenländer- und Hochzin- sanleihen. Ergänzt wird das Anleihenportfolio mit Wandelanlei- hen und speziellen Managementkonzepten im Rentenbereich. Durch diese Zusammensetzung wird einerseits das Zinsän- derungsrisiko abgefedert, andererseits erhöht sich durch die gewählte Strategie das Renditepotenzial.“

Beim Portfolio komme es, so der Privatbanker, nicht nur auf das Alter, sondern vor allem auf die Risikobereitschaft an. „Die Grundregel für uns lautet: Je länger der Anlagehorizont, desto höher kann der Risikoanteil sein – jedoch immer unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Risikobere- itschaft der Kunden! Daher bieten wir unterschiedliche Vermö- gensverwaltungsportfolios an, mit geringem Risiko, mit er- höhtem Risiko und mit hohem Risiko. Der Veranlagungshori- zont für eine Vermögensverwaltung sollte immer zumindest zehn Jahre betragen. Je näher der Auszahlungszeitpunkt, desto geringer sollte das Risiko sein. Auch eine tourliche Ab- schöpfung des angelegten bzw. angesparten Vermögens ist möglich.“

Private Banking – ab wann geht’s los


• BKS Bank AG: Privatbanking ab 200.000 Euro - Standardisierte Vermögensverwaltung ab einer Veranla- gungshöhe von 30.000 Euro. Individuelle Vermögensverwaltung ab 150.000 Euro.

• Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG: Privatbanking ab 500.000 Euro. Ärzte, die noch nicht die kritische Anlagevermögensmasse von 500.000 Euro verfügen

werden von Premium-Betreuern mit vermögensverwaltenden Asset Allocation Fonds beraten, die die Anla- gestrategie des Private Banking 1:1 abbilden.

• Hypo Tirol Bank AG: Privatbanking ab 500.000 Euro. Jüngere Freiberufler mit Potential auch unter dieser Grenze.

• Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG: Privatbanking ab 150.000 Euro. Ansparpläne in Wertpa- piere und Kapitalversicherungen. Raiffeisen Capital Management-Portfoliofonds ab einem Einmalerlag von 25.000 Euro sowie monatlich ab 200 Euro.

• Semper Constantia Privatbank AG: Privatbanking ab einem Volumen von 500.000 Euro an. Für kleinere Volumina ist die Welt der Fonds gedacht

• UniCredit Bank Austria AG: Privatbanking ab 500.000 Euro, ab 50.000 Euro ein auf die individuelle Risiko- neigung abgestimmtes Vermögensmanagement und ab 70.000 Euro ein Betreuungsmodell.

• Wiener Privatbank SE: Privatbanking ab 100.000. Bietet den Kunden zusätzlich Top-Betreuung bei sämtli- chen Immobilieninvestments an.

„Die Stimmung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor positiv.“


Mag. Wolfgang Traindl, Leiter Erste Private-Banking





„Wir favorisieren bei Aktien Schwellenmärkte, Europa und Japan.“


Monika Rosen, Chefanalystin UniCredit Bank Austria Private Banking




„Das Private Banking ist speziell auf die Ansprüche von Kunden ausgerichtet, die über ein Veran- lagungspotenzial ab 200.000 Euro verfügen.“


Georg Svetnik, Leiter Private Banking und Wertpapiergeschäft, BKS Bank AG





„Für sehr interessant halten wir

österreichische Aktien und euro- päische Immobilienaktien.“


Wolfgang Matejka, Chefstratege der Wiener Privatbank