Immobilien | Kurz gemeldet

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Quelle: www.immowelt.ch, Studie „Wohnen und Leben 2016“

Auf der ersten Plattform bo- denpreise.at können ab sofort nicht nur Juristen, Makler und Steuerberater, sondern jeder Kaufinteressierte gratis Grundstückspreise auf Gemeindeebene abfragen und damit aktuelle Marktwerte ermitteln bzw. erste Bewertun- gen tätigen. Der für jede Gemeinde ausgewiesene Wert stellt den mittleren Kauf- preis (Median) der im Grund- buch durchgeführten Transak- tionen in dieser Gemeinde dar. Er gibt damit einen Richtwert, welcher Quadrat- meterpreis für ein Grundstück im Mittel erzielt werden kann. Dazu werden von IMMOunit- ed sämtliche im Grundbuch verbücherten Kaufverträge erhoben, datenbankmäßig er- fasst und ausgewertet.

Was Wohnungssuchenden am wichtigsten ist

Helle Räume und viele Fenster sind für fast alle Österreicher das ausschlagge- bende Kriterium bei der Wohnungssuche: 92 Prozent gaben bei einer Studie von immowelt.at an, dass ihnen viel Licht im neuen Heim wichtig ist. Auf Platz 2 der Favoriten stehen mit 89 Prozent gute Energiewerte. Dass eine Dusche im Bad mit 83 Prozent vor einer Wanne zu den Top 3 der Ausstattungsmerkmale gehört, mag am geringeren Wasserverbrauch oder bei so manchem auch an der Bequemlich- keit liegen.

Während Käufer und Mieter in Sachen Helligkeit, Energieeffizienz, Dusche und Balkon übereinstimmen, bevorzugen künftige Immobilienbesitzer statt Stauraum eher eine Garage oder einen eigenen Stellplatz vor der Haustür. Augenfällige Un- terschiede bei der Wunschausstattung zwischen den Geschlechtern gibt es vor allem in einem Punkt: Während die Hälfte der Männer Tüten, Getränkekästen und Kinder durchs Stiegenhaus tragen würde, legen fast drei Viertel der weiblichen Befragten Wert auf einen Aufzug..

Erleichterung durch Abgabenänderungsgesetz

Sondergewährleistungsrech bei Eigentumswohnungen


In Österreich gelten Unternehmer mit einem Jahresumsatz von nicht mehr als 30.000 Euro netto als Klein- unternehmer und sind – wie auch Ärzte oder Psychotherapeuten – von der Umsatzsteuer befreit. Erzielen diese Personengruppen zum Beispiel durch Wohnungsvermi- etung oder das Halten von Vorträ- gen ein Zusatzeinkommen, wurde bisher für die Berechnung der Um- satzsteuergrenze das Gesamteinkommen herangezogen. Wurde damit die magische Marke von 30.000 Euro erreicht, musste auf die gesamte Summe der Zusatzdi- enstleistungen Umsatzsteuer bezahlt werden – selbst dann, wenn der Anteil der Zusatzeinkünfte am Gesamtverdienst unter der USt- Grenze von 30.000 Euro gelegen war.

Das Abgabenänderungsgesetz bringt nun eine deutliche Verbesserung. Künftig werden die Einnahmequellen getrennt betra- chtet und nur noch die Zusatzeinkünfte für die Berechnung der Umsatzsteuer herangezogen.

Einen interessanten Fall bzgl. Gewährleistungsrecht hatte der OGH vor kurzem zu entscheiden. Die Kläger hatten im Jahr 2009 eine Eigentumswohnung in einem 1910 errichteten Haus vom ursprünglichen Eigentümer erworben. Dabei wurde ih- nen kein Gutachten über in absehbarer Zeit erforderliche Erhaltungsarbeiten über- geben, die aber bald in erheblichem Ausmaß erforderlich waren. Geklagt wurde auf Ersatz des auf sie entfallenden Anteils an den Kosten der Erhaltungsarbeiten. Der OGH gab den Klägern Recht: Gemäß § 37 Abs 4 WEG 2002 haben die Woh- nungseigentumsorganisatoren vor oder mit der Zusage der Einräumung von Woh- nungseigentum an Teilen eines Hauses, dessen Baubewilligung zum Zeitpunkt der Zusage älter als 20 Jahre ist, dem Wohnungseigentumsbewerber ein Gutachten über den Bauzustand der allgemeinen Teile des Hauses, insbesondere über in ab- sehbarer Zeit notwendig werdende Erhaltungsarbeiten, zu übergeben. Andernfalls gilt ein Erhaltungszustand des Hauses als vereinbart, der in den nächsten zehn Jahren keine größeren Erhaltungsarbeiten erfordert.