Rehabilitation | Kurz gemeldet

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Im Rahmen des Angebots von ganz- heitsmedizinischen Regulationsthera- pien wird im Gesundheitszentrum Re- vital Aspach auch die Matrix-Rhyth- mus-Therapie eingesetzt. Sie ist eine besonders effektive Therapieform, die in erster Linie zur Behandlung von Schmerzen und Bewegungsein- schränkungen eingesetzt wird. Entwi- ckelt wurde die Therapieform auf Ba- sis klinikgekoppelter Grundlagenfor- schungen an der Universität Erlangen in den Jahren 1990 bis 1998. Diese moderne, dynamische Diagnostik analysiert strukturverändernde Pro- zesse auf muskuloskelettaler Ebene und auf Bindegewebsebene. Es ist erkennbar, ob die notwendige Entsor- gung von Stoffwechsel-Endprodukten im Bindegewebe einwandfrei funktio- niert. Ist dieser Prozess gestört, kön- nen schmerzhafte Verspannungen im Muskel-, Knochen-, Gefäß- oder Ner- vengewebe entstehen. Mithilfe der Matrix-Rhythmus-Therapie werden Nervenrezeptoren physiologisch har- monisiert. Die Eigenschwingung des Körpers und der Zellen wird ange- regt. Giftstoffe im Bindegewebe wer- den wieder besser abtransportiert, Stoffwechselprozesse normalisieren sich und schmerzhafte Störungen im Knorpel-, Gefäß- und Nervengewebe können wieder regeneriert werden.

www.revital-aspach.at

Lebens.Med Zentrum St. Pölten in Betrieb

Das neu eröffnete Lebens.Med Zentrum St. Pölten bietet ambulante Rehabilitation bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, des Herz-Kreislauf-Sys- tems, des Stoffwechselsystems und Verdauungsapparates, des Nervensystems, der Atmungsorgane und bei Krebserkrankungen. Dies ist in der Phase 2 (statt ei- nem stationären Rehabilitationsaufenthalt) und/oder in der Phase 3 (im Anschluss an eine ambulante oder stationäre Rehabilitation der Phase 2) möglich.  Möglich ist die ambulante Rehabilitation im Lebens.Med Zentrum St. Pölten für Patienten, die in einem Umkreis von 45 Fahrminuten um St. Pölten wohnen. Für eine Bewilli- gung und Kostenübernahme der Pensionsversicherungsanstalt muss der Patient im Berufsleben stehen, erwerbsfähig sein oder eine befristete Berufsunfähigkeits- pension beziehen. Eine Antragstellung ist gemeinsam mit dem Haus- oder Fach- arzt möglich.


www.lebensmed-sanktpoelten.at

Start für Kinder-Reha-Zentrum in Bad Erlach

qIm Frühjahr 2019 eröffnet in Bad Erlach ein Kin- der-Reha-Zentrum mit 114 Betten, 67 Betten für orthopädische und 47 Betten für psychosoziale Rehabilitation. „Bad Erlach bietet optimale Bedin- gungen für ein Kinder-Reha-Zentrum – eine gute Versorgungsstruktur mit dem Landesklinikum Wr. Neustadt, dem MedAustron, der Linsberg Asia- Therme und zahlreichen Kinder- und Jugendfach- ärzten, eingebettet in einem Erholungsgebiet“, freut sich Bürgermeister Johann Rädler über den erfolgten Zuschlag. Die ersten Patienten werden ab Frühjahr 2019 behandelt.

Österreichweit werden im Vollausbau in vier Ver- sorgungszonen spezialisierte Kinder- und Jugen-

drehabilitationseinrichtungen mit insgesamt 343 Betten errichtet werden. Die Re- habilitation kann sowohl im Anschluss an eine Krankenbehandlung als auch auf- grund einer angeborenen Behinderung bzw. genetischer Defekte oder Entwick- lungsstörungen in Anspruch genommen werden. Die Antragstellung und Bewilli- gung für eine Rehabilitation werden in Niederösterreich beim jeweiligen Kranken- versicherungsträger nach österreichweit einheitlichen Kriterien erfolgen.

Vz-Bgm. Alois Hahn, Abg.z.NR Bgm. Jo- hann Rädler, Projektleiter Peter Aigner, NÖGUS-Vorsitzende LH-Stv. Mag. Johan- na Mikl-Leitner, Dipl.-Ing. Berndt

Motivation von „austherapierten“ Patienten

AUTORIN:

Dr. Maria Holzmann

Ärztliche Leiterin

Hotel Lebensquell Bad Zell

Tel.: 07263/7515-16

dr.holzmann@leben- squell-badzell.at,

Das Reha-Training richtet sich insbesondere an Patienten, die bereits eine Physiotherapieserie oder einen Kur- bzw. Reha- Aufenthalt nach einem Unfall, nach Operationen oder aufgrund sonstiger Probleme im Stütz- und Bewegungsapparat er- folgreich absolviert haben. Ziel ist es, langfristig und nachhaltig soweit wie möglich Beschwerdefreiheit zu erlangen und die bestmögliche Fitness wieder zu erreichen (restitutio ad optimum).

Ein diplomierter Präventions- und Rehabilitationstrainer führt beim ersten Termin eine ausführliche Anamnese sowie Mus- kelfunktionstests mit dem Patienten durch. Daraufhin erstellt er einen individuellen, maßgeschneiderten Trainingsplan – mit Text und Bild – für den Patienten. Beim zweiten und dritten Termin erfolgt die Umsetzung des Trainingsplans unter Aufsicht und Anleitung des Therapeuten in der Fitnessoase im Hotel Lebensquell. Die letzten beiden Einheiten erfolgen dann be- reits als selbstständiges Training.

Nach den fünf absolvierten Trainingseinheiten sollte der Patient dann auch zu Hause die erlernten Übungen regelmäßig fortsetzen. Ein hohes Maß an Eigenverantwortung des Patienten ist hier gefragt. Damit das auch ohne Fitnessstudio mög- lich ist, erfolgt die Anleitung zum Training auch häufig mit Trainingsmitteln wie Ball, Matte und Thera-Bändern.

Eine wesentliche Aufgabe des Trainers ist neben der Motivation zur Regelmäßigkeit des Trainings auch die Vermittlung der Freude an der Bewegung, da nur so Nachhaltigkeit gewährleistet werden kann.

Im Kur- und Gesundheitsresort besteht auch die Möglichkeit für die Inanspruchnahme weiterer physikalischer Maßnahmen, sowohl stationär als auch ambulant. Als einzigartige Therapiekombination in ganz Oberösterreich bietet Bad Zell die Ganz- körperkältetherapie bei minus 110 Grad Celsius sowie Radonbehandlungen an. Insbesondere bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates mit Schmerzen wirken diese Therapien schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Das Hotel Lebensquell Bad Zell ist Vertragspartner der wichtigsten Sozialversicherungsträger für Kuraufenthalte. Eine Un- terbringung im 4-Sterne-Superior-Hotel Lebensquell ist gegen Aufzahlung des Genusspaketes möglich.

Jubiläum am Anton Proksch Institut

Am 5. Dezember 1956 gründete der damalige Sozialminister Anton Proksch gemeinsam mit dem Vorstand der Universitäts- klinik für Psychiatrie in Wien, Hans Hoff, die „Stiftung Genesungsheim“. Die Prinzipien waren „freiwillige Aufnahme“, „Be- handlung innerhalb der therapeutischen Gemeinschaft“ und „ambulante Nachbehandlung“. Man konzentrierte sich in dem europaweit beachteten Projekt zunächst auf die Therapie von Alkohol- und Medikamentenabhängigen. Anfang 1961 ging das „Genesungsheim Kalksburg“ mit 65 Betten für Männer in Betrieb. „Heute betreuen wir pro Jahr rund 12.000 Patienten, davon rund 2.000 stationär. Es geht um alle Formen der Sucht. Wir haben 300 Betten und sieben Betreuungseinrichtungen bzw. Ambulanzen in Wien und Niederösterreich. Wir nehmen aber Patienten aus ganz Österreich“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek, Ärztlicher Leiter des Anton Proksch Instituts (API). „Mit rund 70 Prozent stellen weiterhin die Alkohol- kranken die Mehrheit dar. Aber wir haben auch seit vielen Jahren eine eigene Abteilung für Drogenkranke. Sehr stark im Kommen sind von Glücksspielen Abhängige.“

Als Spezifikum hat die Institution, die in ganz Ostösterreich in der Bevölkerung noch immer einfach unter „Kalksburg“ fir- miert, in den vergangenen Jahren ein komplett neues Behandlungsprogramm (Orpheus-Programm) entwickelt. Es ist dar- auf abgestimmt, die Ressourcen der Abhängigen zu heben und sinnvolle Lebensinhalte in den Vordergrund zu schieben. Die Erfolgsraten sind hoch. „Wir erreichen bei dieser chronischen Erkrankung bei 80 Prozent Symptomlosigkeit im Zeitraum von einem Jahr. Das ist besser als bei anderen chronischen Erkrankungen wie Hypertonie oder Diabetes. Die Vorausset- zung ist aber, dass die Betroffenen in Betreuung bleiben. Sonst sinkt die Rate der Symptomfreien auf zehn bis 15 Prozent ab. Es kommt also darauf an, die ‚Haltequote‘ zu erhöhen“, so Musalek. Die beobachtbaren Erfolge mit der relativ neuen Strategie würden sich aber auch daran zeigen, wie stark der Enthusiasmus der am API Beschäftigten zugenommen habe.

Einen wesentlichen Fortschritt gab es für das API auch 2013, als die VAMED 60 Prozent der Betriebs-GmbH der Stiftung übernahm. Damit hätte man einen großen organisatorischen Fortschritt gemacht und Zugriff auf große zusätzliche Experti- se auf dem Gebiet der Rehabilitation, betonte der Psychiater.

Dass sich das API-Symposium anlässlich des Jubiläums dem Thema „Schmerzen – Vom Leiden des Menschen“ widmet, ist kein Zufall. „Die Suchtkrankheit ist keine Krankheit, die für sich allein existiert. Der häufige Zusammenhang mit Depres- sionen oder Angststörungen ist bereits weit bekannt“, sagt Musalek. Doch auch viele Patienten mit chronischen Schmerzen können via Medikamenten- oder Alkoholkonsum in Gefahr geraten, wobei sich aus Depressionen und/oder Angststörungen sowie Abhängigkeit ein Teufelskreis ergeben kann, der erst durch die Behandlung aller dieser Störungen erfolgreich be- herrschbar wird.

Pilotprojekt zur Behandlung chronischer Wunden

Menschen, die an chronischen Wundheilungsstörungen leiden, können im Burgenland die Behandlungskosten zum Teil gefördert bekommen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird die Behandlung durch einen „Wundmanager“ finanziell unter- stützt. Die Kosten für das auf das Jahr 2017 befristete Projekt von insgesamt 100.000 Euro teilen sich das Land und die Burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK). Österreichweit leiden rund 480.000 Personen an chronischen Wund- heilungsstörungen. Im Burgenland gibt es etwa 2.500 Betroffene, wobei die Dunkelziffer höher ist. Ursachen für chronische Wunden sind meist Venenerkrankungen, Diabetes oder Infektionen. Bisher mussten Patienten die Kosten für Wundmanag- er selbst tragen. Gefördert werden Behandlungseinheiten für die Therapie von schwer bzw. nicht heilenden Wunden. Vo- raussetzung ist, dass die Behandlungen aufgrund einer Verordnung des Hausarztes und mit Genehmigung des chefärztlichen Dienstes der BGKK von einem der fünf zertifizierten Wundmanager in Nickelsdorf, Eisenstadt, Unterpullen- dorf, Oberschützen oder Kohfidisch durchgeführt werden. Die Kosten der Behandlung durch entsprechend qualifizierte Wundmanager werden im Ausmaß von 50 Prozent gefördert. Für Patienten, die über eine Rezeptgebührenbefreiung verfü- gen, werden 100 Prozent der Kosten übernommen.

Österreichweit einzigartiges stationäres Therapiekonzept der chronischen Depression

An der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin am LKH-Universitätsklinikum Graz wurde nun österreichweit erstmals ein neuer Schwerpunkt in der psychotherapeutischen Behandlung der chronischen Depression gesetzt.

Jährlich nehmen rund 900.000 Österreicher das Gesundheitssystem aufgrund psychischer Erkrankungen in Anspruch, wo- bei die Zahl der Betroffenen nach wie vor ansteigt. Rund 10 % der Frauen und 6 % der Männer gaben beispielsweise bei der Österreichischen Gesundheitsbefragung 2014 an, in den letzten zwölf Monaten an einer Depression gelitten zu haben. Etwa ein Viertel aller an einer Depression Erkrankten leidet an einer chronischen Depression. „Die chronische Depression ist in 75 % der Fälle durch einen sehr frühen Beginn bereits vor dem 21. Lebensjahr gekennzeichnet“, erklärt Dr. Helmut Schöggl, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin am LKH-Universitätsklinikum Graz. Die chro- nische Depression ist eine extrem beeinträchtigende Störung, die bisher als schwer therapierbar gilt. Eine schwierige Kind- heit verbunden mit Vernachlässigung, Verlusterfahrungen oder dem Durchleben verschiedener Formen der Misshandlung, vor allem auch emotionaler Missbrauch, gelten als Auslöser dieser Form der Depression. Durch negative Erfahrungen in der Kindheit versuchen chronisch depressive Menschen, soziale Interaktionen zu vermeiden, um nicht wieder verletzt zu werden.

Die Behandlung von chronisch depressiven Menschen stellt die Medizin vor eine große Herausforderung, da Patienten mit- unter unzureichend auf eine antidepressive Medikation bzw. auf klassische antidepressive Psychotherapiekonzepte an- sprechen. Österreichweit einzigartig wird an der Grazer Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medi- zin nun ein neues Therapiekonzept schwerpunktmäßig eingesetzt. Das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychothe- rapy (CBASP) ist ein relativ neues Behandlungsverfahren, das in den USA entwickelt wurde. Bis heute ist es weltweit der einzige Therapieansatz, der speziell auf chronisch depressive Patienten ausgerichtet ist.


Info & Kontakt:

helmut.schoeggl@klinikum-graz.at