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		<title>aerzte-exklusiv.at RSS</title>
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		<description>Die neuesten Nachrichten von aerzte-exklusiv.at</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 05 May 2012 20:48:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Liebe Leserinnen und Leser!</title>
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			<description>2011 war für die weltweite, aber auch für die österreichische Automobilindustrie ein absolutes...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch wir wollen dieser Entwicklung Rechnung tragen und laden daher in dieser Ausgabe von ÄrzteEXKLUSIV bereits zum achten Mal alle österreichischen Ärztinnen und Ärzte ein, ihr Lieblingsauto des Jahres 2012 zu wählen. In den vergangenen sieben Jahren haben sich mehr als 14.000 unserer Leser an den jeweiligen Wahlen beteiligt und in den einzelnen Kategorien ihre mobilen Lieblinge gekürt – ein großer Erfolg, den wir hiermit gerne prolongieren möchten.Zum vierten Mal haben wir – nach den großen Erfolgen in den vergangenen Jahren – heuer wieder die Kategorie „Zweirad“ dabei und bieten auch den Fans dieses boomenden Marktes eine Plattform zur Meinungsäußerung. Um den Anreiz für die Teilnahme an unserer Wahl zum ÄrzteAUTO 2012 ein wenig zu verstärken, haben wir einmal mehr ein ganz besonderes Gewinnspiel mit der Wahl verbunden: Unter allen Rücksendungen verlosen wir einen der gefragtesten Chronografen unserer Zeit: Eine „ROLEX Daytona aus Stahl“ im Wert von mehr als 7.500 Euro. Teilen Sie uns mit, welche Protagonisten Ihrer Meinung nach den Sprung auf das Siegerpodest der ÄrzteAUTO-Wahl 2012 schaffen sollten und freuen Sie sich vielleicht schon bald über eine außergewöhnliche Uhr, für die derzeit Wartezeiten von bis zu fünf Jahren bei Bestellung in Kauf genommen werden müssen. Ich hoffe, dass Sie uns wieder so zahlreich wie in den letzten Jahren mit Ihrer Teilnahme unterstützen.Herzlichst Ihr
<b>Axel C. Moser</b><br /><i>Herausgeber</i>]]></content:encoded>
			<category>EDITORIAL</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:48:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Wohlfahrtsmanager</title>
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			<description>Präsident MR Dr. Michael Jonas, Ärztekammerpräsident für Vorarlberg und Referat für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Wohlfahrtsfonds sind wichtige Einrichtungen, weil ...</b><br />... sie eine finanzielle Absicherung bei Berufsunfähigkeit und im Alter für kammerangehörige Ärzte und deren Angehörige sowie bei Ableben für die Hinterbliebenen sind. Die Wohlfahrtsfonds sind auf dem Gedanken der beruflichen Solidarität und der kollegialen Hilfsverpflichtung beruhende Einrichtungen. Sie haben die Aufgabe, eine ausreichende und wertbeständige Versorgung der Kammerangehörigen sowie der anspruchsberechtigten Familienangehörigen zu sichern und bei unverschuldeter Not Unterstützung zu gewährleisten.<br /><br /><b>Wohlfahrtsfonds-Beiträge müssen bezahlt werden, weil ...</b><br />... es sich um eine Pflichtversicherung handelt. Für die finanzielle Sicherstellung sind unter Berücksichtigung der Erfordernisse, ihres dauernden Bestandes und ihrer Leistungsfähigkeit Wohlfahrtsfondsbeiträge einzuheben. Jedes ordentliche Mitglied ist nach Maßgabe der Bestimmungen des Ärztegesetzes und der jeweiligen Landesärztekammersatzung während der Dauer seiner Mitgliedschaft zur Leistung der in den Beitragsordnungen festgelegten Beiträge zum Wohlfahrtsfonds verpflichtet, sofern keine Befreiung, Ermäßigung oder Nachlass vorliegt, und wird dadurch anspruchsberechtigtes, ordentliches Mitglied am Wohlfahrtsfonds.<br /><br /><b>Mit Ihrem Geld ...</b><br />... werden die gesetzlich vorgesehenen Versorgungsleistungen Altersversorgung, Berufsunfähigkeit (Invalidität), Kinderunterstützung, Hinterbliebenenversorgung (Witwen- bzw. Witwerversorgung, Waisenversorgung) und je nach Satzung auch Bestattungsbeihilfe und Hinterbliebenenunterstützung&nbsp; gewährt.<br />Eine bundesweite Regelung für Wohlfahrtsfonds-Beiträge gibt es nicht, weil ...<br />... die Kammerangehörigen Mitglieder der jeweiligen Landesärztekammern und nicht der Österreichischen Ärztekammer sind. Diese föderale Struktur der Ärztekammer ist historisch gewachsen, wodurch auch die Unterschiede der jeweiligen Wohlfahrtsfonds erklärbar sind. <br /><b><br />Das Image der Wohlfahrtsfonds kann nur verbessert werden ...</b><br />... durch entsprechende transparente Informationen über den Zweck, die Leistungen und Beiträge der jeweiligen Wohlfahrtsfonds auf Landesebene, vor allem aber durch eine nachvollziehbare solidarische Beitragsleistungsverteilung der Generationen in den jeweiligen Landesärztekammersatzungen. <br /><br /><b>Wahlen bedeuten für mich ...</b><br />... höchste Motivation, die Interessen der Gesamtärzteschaft mit ganzer Kraft zu vertreten. Ein positives Wahlergebnis bedeutet für mich Auftrag und Legitimation, für die Ärzteschaft zu arbeiten, und ist – gerade in Zeiten wie diesen – ein deutliches Signal der Geschlossenheit innerhalb unseres freien Berufsstandes und dokumentiert die Einheit und Stärke unserer Standesvertretung nach innen und nach außen. <br /><br /><b>Ich engagiere mich in der Ärztekammer, weil ...</b><br />... mein Interesse an der Politik immer schon groß&nbsp; war, damit verbunden ist auch mein Interesse an der Selbstverwaltung, der Interessensvertretung, der Einflussnahme auf verschiedene Lebensbereiche. <br /><br /><b>Meinen Beruf mag ich, weil ...</b><br />... er inhaltlich meinen Neigungen voll entspricht, die wesentlichen Eigenschaften des Arztberufes, nämlich die Sozial- und Kommunikationskompetenz fordert und fördert und weil wir als Ärztinnen und Ärzte in der Gesellschaft eine hervorragende Bedeutung als Verantwortliche im Krankheitsfall und bei der Gesunderhaltung der Menschen haben.<br /><br /><b>Für das österreichische Gesundheitssystem wünsche ich mir ...</b><br />... sehr vieles. Da eine ausführliche Begründung den Rahmen dieses Interviews sprengen würde, führe ich nur stichwortartig mir wesentlich erscheinende Punkte auf: Änderung der Zulassung zum Medizinstudium, insbesondere ist der EMS als einziges Auswahlkriterium für die künftige Ärzteschaft unverantwortlich und abzulehnen; Sicherstellung ausreichender Studienplätze insbesondere in Hinblick auf die bevorstehende Pensionierungswelle in den kommenden zehn bis 15 Jahren; Verbesserung der postpromotionellen Ausbildung, vor allem Investition in die Ausbildung der Ärzte für Allgemeinmedizin (Lehrpraxis); Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der angestellten Ärzte von Entbürokratisierung, über Burnout-Prophylaxe bis zur Verbesserung der Gehaltssituation; Maßnahmen zur Förderung der Primärversorgung; Stopp von Zeit und Geld fressenden Projekten wie ELGA; Realisierung von zeitgemäßen Arbeitszeitmodellen unter Berücksichtigung der zunehmenden Feminisierung des Arztberufes; Außerstreitstellung der Finanzsituation des Gesundheitswesens zur Sicherung einer adäquaten intra- und extramuralen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts; politischer Mut zur Einführung einer ökonomisch und medizinisch sinnvollen und notwendigen Patientensteuerung etc.
<br />Michael Jonas wurde 4.11.1956 in Dornbirn geboren, er ist verheiratet und Vater eines Kindes. 1975, nach der Matura am musisch-pädagogischen Realgymnasium Dornbirn, studierte Jonas Medizin an der Universität Innsbruck und promovierte 1982. Danach startete er seine spitalsärztliche Tätigkeit am Krankenhaus Dornbirn, schloss die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin 1991, die Spezialisierung auf Hämatologie und Onkologie 1993 und jene für Gastroenterologie und Hepatologie 2005 ab. Seit 1992 betreibt Jonas eine kassenärztliche Internistenpraxis in Dornbirn. 1986 wurde Jonas erstmals Mitglied der Vollversammlung und des Vorstandes der Ärztekammer Vorarlberg, 1999 bis 2011 fungierte er als Obmann der Kurie Niedergelassene Ärzte und Mitglied des Kammerpräsidiums. Von 2007 bis 2011 war Jonas zudem zweiter Vizepräsident der Ärztekammer für Vorarlberg. Seit Juni 2011 ist er Präsident der Ärztekammer für Vorarlberg und in der Bundesleitung zuständig für das Referat Wohlfahrtsfondsangelegenheiten.<br /> ]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:45:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Gesundes Portfolio</title>
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			<description>Patentklippe, leere Staatskassen und der Preisdruck durch Generika bringen klassische...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 30. November 2011 wurde es für den weltweit größten Pharmakonzern Pfizer schließlich bittere Realität: Der Cholesterinsenker Lipitor hatte seinen exklusiven Patentschutz in den USA verloren. Mit einst bis zu knapp 13 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz war Lipitor das erfolgreichste Medikament der globalen Pharmaindustrie, mit rund 15 Prozent Umsatzanteil für den US-Konzern die wichtigste Einnahmequelle. Mit dem Patentablauf sind Preis und Marktanteil für das Erfolgsprodukt durch nachdrängende Generika erodiert.<br />Pfizers Lipitor ist kein Einzelfall, sondern nur prominentes Opfer der gefürchteten Patentklippe. Der Ablauf von Patenten für Blockbuster bedeutet für viele Pharmakonzerne den Verlust von Milliardenumsätzen. Damit nicht genug: Leere Pipelines, Preisdruck angesichts staatlicher Sparmaßnahmen in den Industrieländern und wachsende Konkurrenz durch kostengünstigere Nachahmerprodukte bringen die Arzneimittelhersteller gehörig unter Druck. So manche Pharmaaktie ist damit als Geldanlage ungeeignet geworden. Ärzte, die bei ihren Anlageentscheidungen weiterhin vom Megatrend Gesundheit profitieren wollen, müssen sich neu orientieren. Die chancenreichen Investments sind künftig vor allem in den Bereichen Biotech und Generika sowie in den Emerging Markets zu finden.<br />
<h2>Demografie und Emerging Markets</h2>
Der Gesundheitsmarkt zählt aufgrund der demografischen Entwicklung eindeutig zu den globalen Wachstumssektoren: „Bis 2050 wird die Bevölkerung um ein Drittel auf mehr als neun Milliarden Menschen ansteigen und die Zahl der über 60-Jährigen wird sich auf zwei Milliarden Menschen verdreifachen“, erklärt Cyrill Zimmermann, CEO der Schweizer Adamant Biomedical Investments. Mehr Menschen leben also länger, sind aber nicht in gleichem Maß in hohem Alter gesünder. Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Alzheimer sind daher stark im Vormarsch. Damit nimmt der Bedarf an Medikamenten zwangsläufig zu.<br />Mit dem steigenden Lebensstandard in den Emerging Markets wird sich auch die geografische Verteilung der Ausgaben für Medikamente verändern. In China und Indien wachsen die Gesundheitsausgaben im Schnitt um 15 Prozent pro Jahr – und damit etwa fünfmal so stark wie in den Industrieländern. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß. Denn in China betragen die jährlichen Gesundheitsausgaben pro Kopf erst 177 US-Dollar verglichen mit knapp 4.000 Dollar in den OECD-Staaten. Das amerikanische Marktforschungsinstitut IMS Health geht davon aus, dass die Medikamentenumsätze bis 2015 mit zirka 300 Milliarden Dollar fast gleich hoch sein werden wie im größten Gesundheitsmarkt USA, der auf dem aktuellen Niveau von 335 Milliarden mehr oder weniger stagnieren wird.<br />
<h2>Patentklippe</h2>
Von diesen Trends können die klassischen Arzneimittelhersteller aber nur eingeschränkt profitieren, wenn ablaufende Patente nicht durch neue patentgeschützte Produkte ersetzt werden. In den USA haben 2011 Medikamente mit einem Umsatzvolumen von 20 Milliarden US-Dollar ihren Schutz verloren. 2012 wird mit 35 Milliarden Dollar der Höhepunkt der Patentabläufe erreicht, bis 2016 sind es weitere jeweils rund 15 Milliarden Dollar pro Jahr. Zu den betroffenen Blockbustern zählen neben Pfizers Lipitor das Blutverdünnungsmittel Plavix von Bristol-Myers Squibb/Sanofi mit 6 Milliarden Dollar Umsatz, das Schizophreniepräparat Seroquel von AstraZeneca mit 4,3 Milliarden Dollar oder das Bluthochdruckmittel Diovan von Novartis mit 1,9 Milliarden Dollar in diesem Jahr. 2013 verliert das Depressionsmedikament Cymbalta von Ely Lilly mit 3,1 Milliarden Dollar den Patentschutz, 2014 der Protonenpumpenhemmer Nexium von AstraZeneca mit 6,3 Milliarden Dollar.<br />Die Preise von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist, kommen wegen der nachdrängenden Generika rasch unter Druck. Denn die Nachahmerprodukte sind im Schnitt um 50 bis 80 Prozent, mitunter auch bis zu 90 Prozent billiger, weil die Hersteller sich die langwierige und teure Forschung und Entwicklung ersparen. Mindestens ebenso problematisch ist für die Branche, dass ihre Pipeline sehr ausgedünnt ist. „Der klassische Pharmamarkt von rund 650 Milliarden Dollar wird wegen der Patentabläufe und fehlenden Innovation wertmäßig nur noch zwischen zwei und fünf Prozent steigen“, glaubt Zimmermann. „Generika und Biotech, die aktuell auf ein Umsatzvolumen von rund 120 Milliarden respektive 100 Milliarden Dollar kommen, werden dagegen um zehn beziehungsweise 15 Prozent pro Jahr wachsen.” Das heißt: Der Umsatzanteil von Generika und Biotech dürfte bis 2020 von 25 auf 40 Prozent des Gesundheitsmarktes zunehmen. Während es bei Generika vor allem um das Massengeschäft mit großem Potenzial in Europa und in den Emerging Markets geht, steht bei Biotech die Innovation im Vordergrund. „Schon heute sind fünf der zehn umsatzstärksten Medikamente biotechnologischen Ursprungs“, betont Zimmermann.<br />
<h2>Kosten senken</h2>
Die großen klassischen Pharmakonzerne haben deshalb umfassende Restrukturierungsprogramme lanciert, um ihre hohen Gewinnmargen möglichst aufrechtzuerhalten. Zum einen werden die Kosten drastisch gesenkt – schon allein deshalb, „weil die staatlichen Krankenversicherer die Preise Jahr für Jahr zwischen drei und fünf Prozent drücken“, erklärt Norbert Janisch, Fondsmanager des Raiffeisen-Healthcare-Aktien Fonds. Zum anderen haben Pharmaunternehmen ihre Aktivitäten entweder auf bestimmte Gebiete stark konzentriert oder ihren Aktionsradius auf vielversprechende Sektoren ausgeweitet. Typische Beispiele dafür sind die Schweizer Pharmariesen: Roche ist mit der Komplettübernahme von Genentech auf Onkologie fokussiert. Die geplante Übernahme des Gensequenzierungsspezialisten Illumina sollte ihre Diagnostiksparte stärken, um ihre führende Stellung in der personalisierten Medizin auszubauen. Dieser Übernahmeversuch ist jedoch gescheitert. Novartis, neben innovativen Arzneimitteln in den Bereichen Impfstoffe und Diagnostika tätig, expandierte mit der Übernahme von Alcon in den Bereich Augenheilprodukte. Die französische Sanofi umschifft ihre Patentklippe für Plavix (Blutverdünnung), Aprovel (Bluthochdruck), Lantus (Insulin) und Taxotere (Krebs) durch verstärkten Verkauf in Schwellenländern, den Ausbau der Tiermedizin sowie die Übernahme des auf seltene Erbkrankheiten spezialisierten US-Nischenmedikamentenherstellers Genzyme.<br />
<h2>Firmen übernehmen</h2>
Nachdem die Entwicklung eines neuen Medikaments bis zur Marktreife meist zehn Jahre dauert und rund eine Milliarde US-Dollar verschlingt, „ist es für klassische Pharmakonzerne kostengünstiger und effizienter, kleinere Unternehmen mit guter Pipeline zuzukaufen als große Summen in Grundlagenforschung zu investieren“, erklärt Harald Kober, Fondsmanager des ESPA Stock Pharma und ESPA Stock Biotec. Dieser Trend lässt sich an der Zahl der Übernahmen leicht ablesen: 2009 wurden fünf Biotechfirmen übernommen, 2010 waren es acht und 2011 elf. Nachdem Innovation die große Herausforderung für die Pharmaindustrie ist, bleibt das Übernahme-Thema nicht nur für Pharma-, sondern auch für Biotech-Unternehmen topaktuell: Zu den jüngsten Übernahmekandidaten zählen der Hepatitis C-Spezialist Inhibitex durch Bristol-Myers Squibb sowie der Hepatitis C-Spezialist Pharmasset durch Gilead Sciences oder der Krebsspezialist Micromed durch Biotech-Branchenführer Amgen. Innovation wird neuerdings auch von der US-Gesundheitsbehörde FDA gefördert, berichtet Zimmermann. „Durch ihr aktives Coaching sollte die Zulassungswahrscheinlichkeit deutlich steigen.” Im Vorjahr wurden 37 neue Medikamente zugelassen, einer der höchsten Werte seit den 1990er-Jahren. Außerdem ist der Zulassungsprozess der FDA schneller geworden. Medikamente mit besonders innovativen oder lebensrettenden Substanzen werden – wie im Fall von Roche für&nbsp; Zelboraf (schwarzer Hautkrebs) und Erivedge (weißer Hautkrebs) – von der FDA sogar beschleunigt zugelassen.<br />
<h2>Spannende Investments</h2>
Als Geldanlage sind die Aktien insbesondere von jenen Unternehmen interessant, die eine führende Marktstellung einnehmen, global aufgestellt sind und mit Innovation, hohem Cashflow und attraktiver Dividendenrendite punkten wie Novartis, Roche oder Sanofi. Der Gesundheitskonzern Johnson &amp; Johnson ist durch seine unterschiedlichen Standbeine (Pharma, medizinische Geräte und Konsumgüter/Hygieneprodukte), die weltweite Verankerung, steigende Gewinne und Dividenden eine attraktive Value-Perle. Die dänische Novo Nordisk überzeugt als Innovations- und Weltmarktführer in der Diabetesbehandlung mit der breitesten Produktpalette der gesamten Industrie und der stärksten Verankerung in China und Indien, wo die Krankheit am raschesten zunimmt. Die deutsche Fresenius SE beziehungsweise ihre Tochter Fresenius Medical Care (siehe Story Seite 12) ist als Weltmarktführer für Dialyse ebenfalls in Asien fest verankert. Kräftige Gewinnsteigerungen verbucht auch die israelische Teva Pharmaceuticals, der weltweit größte Generikahersteller, der durch Zukäufe wie die deutsche Ratiopharm oder die US-Biotechfirma Cephalon seine Abhängigkeit von einzelnen Märkten oder Produkten wie dem Originalpräparat Copaxone gegen Multiple Sklerose verringern will. Zu den aufstrebenden Generikafirmen zählt auch etwa die indische Lupin, die bereits ein Drittel ihres Umsatzes in den USA erwirtschaftet. Die britische GlaxoSmithKline (GSK) setzt mit Konsumgütern, rezeptfreien Medikamenten und Impfstoffen auf Diversifikation, allesamt Produktkategorien, die weniger unter politischem Preisdruck stehen und bei der Eroberung der Emerging Markets hilfreich sein dürften. GSK hat zudem kurzfristig wenig Konkurrenz durch Generika zu erwarten. Das auf Krebsmittel spezialisierte US-Biotechunternehmen Celgene liefert verlässlich steigende Gewinne und hat eine gut gefüllte Pipeline. Sein Blutkrebsmittel Revlimid ist bereits ein Blockbuster. Dem US-Biotechunternehmen Vertex Pharmaceutical gelang im Vorjahr mit Telaprevir gegen Hepatitis C der Durchbruch in einen Milliardenmarkt, dessen Potenzial neuerdings auf bis zu 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Ende Jänner erhielt Vertex die FDA-Zulassung für Kalydeco zur Behandlung einer durch Gendefekt verursachten seltenen Form der Lungenkrankheit zystische Fibrose. Die südkoreanische Celltrion ist die spannendste Biosimilars Firma, die von zunehmenden Patentabläufen bei Biotechprodukten profitieren wird und für die Emerging Markets bestens positioniert ist.<br />Zu den Favoriten darf nach der erfolgreichen Restrukturierung auch das österreichische Impfstoffunternehmen Intercell wieder zählen, ebenso die deutsche Biotechfirma Evotec, die über eine umfangreiche Expertise in der Wirkstoffforschung und eine industrialisierte Technologieplattform verfügt. Evotec hat darüber hinaus zahlreiche Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit den Größen der Branche, darunter Roche, Novartis, Teva, Genentech oder Boehringer Ingelheim. Im Sektor Medizinaltechnik sind vor allem der Marktführer Medtronic interessant sowie Biosensors, ein Stentspezialist aus Singapur, oder der amerikanische minimalinvasive Herzklappenspezialist Edwards Lifesciences.<br />Kurzum: Das Thema Gesundheit bleibt für Ärzte nicht nur medizinisch, sondern auch auf den Aktienmärkten topaktuell.
emb
Foto: fotolia]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:42:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Sauberes Blut</title>
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			<description>Die deutsche Fresenius Medical Care ist weltweit führender integrierter Anbieter von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn die Nieren nicht mehr funktionieren, müssen Schlackenstoffe und überschüssiges Wasser, die bei gesunden Menschen über den Harn ausgeschieden werden, anders aus dem Körper entfernt werden: Durch eine funktionstüchtige transplantierte Niere oder durch Blutwäsche in Form einer Dialyse. Rund 2,8 Millionen Menschen leiden heute unter chronischem Nierenversagen. Davon erhalten etwa 2,2 Millionen eine Dialyse, die in der Regel dreimal wöchentlich mehrere Stunden in Anspruch genommen wird, als Nierenersatztherapie.<br />Fresenius Medical Care (FMC) nimmt als vertikal integriertes Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Dialyse weltweit eine Spitzenstellung ein: Der Blutwäschekonzern betreut rund 233.000 Patienten in mehr als 120 Ländern in rund 2.900 Kliniken vorwiegend mittels Hämodialyse und hält damit elf Prozent in einem fragmentierten Markt, fast doppelt soviel wie die Nummer zwei, die US-Firma DaVita. Im Bereich Dialyseprodukte kommt FMC auf 33 Prozent Marktanteil, ebenfalls fast doppelt soviel wie die Nummer zwei, das US-Pharma- und Medizintechnikunternehmen Baxter.
<h2>Gewinne und Rekorde</h2>
Fresenius Medical Care entstand 1996 aus dem Zusammenschluss des weltweiten Dialysegeschäfts des Gesundheitskonzerns Fresenius SE mit der amerikanischen National Medical Care und erwirtschaftet seither Jahr für Jahr neue Rekordergebnisse: 2011 stieg der Konzernumsatz um sechs Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar und der Konzerngewinn um neun Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar. Die Dividende wird zum 15. Mal in Folge auf zuletzt 0,69 Euro erhöht. Drei Viertel des Umsatzes entfallen auf Dialysedienstleistungen, ein Viertel auf Produkte. Der wichtigste Markt ist die USA mit knapp zwei Dritteln des Konzernumsatzes. Die Einführung eines Pauschalvergütungssystems für Dialysebehandlungen durch das US-Gesundheitsfürsorgeprogramm Medicare im Vorjahr war für FMC zwar eine große Herausforderung. Das neue an individuelle Patientenmerkmale angepasste Erstattungssystem bringt ihr durch die Umstellung auf einen jährlich automatisierten Inflationsausgleich und die Orientierung an Qualitätsparametern künftig aber auch Vorteile.<br />Für 2012 erwartet das Management wieder einen über dem Markt liegenden Anstieg von Umsatz und Gewinn auf rund 14 Milliarden beziehungsweise 1,14 Milliarden Dollar.
<h2>Gute Prognosen</h2>
Auch in den Folgejahren können Anleger vermutlich mit neuen Bestwerten rechnen. Denn der Dialysemarkt ist weitgehend unbeeinträchtigt von Konjunkturzyklen ein sicherer Wachstumsmarkt: Die Wohlstandsphänomene wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht verbreiten sich immer schneller um den Globus und unterstützen den Trend, dass Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes, typische Vorerkrankungen des Nierenversagens, stark zunehmen. Die Zahl der Patienten, die an chronischem Nierenversagen leiden, dürfte sich bis 2020 weltweit auf fast vier Millionen nahezu verdoppeln. FMC hat deshalb längst auch in Asien Fuß gefasst: In China stammt rund die Hälfte der Hämodialysegeräte von FMC und dieses Geschäft wächst derzeit mit 40 Prozent pro Jahr. China ist bereits der zweitgrößte Absatzmarkt nach den USA. Mitte 2012 wird FMC zudem in der ostchinesischen Provinz Jiangsu ihre erste eigene Dialyseklinik eröffnen.<br />Die Aktien sind mit einer P/E von 18 (siehe Börsekennzahlen in der Story „Gesundes Portfolio“) zwar nicht billig, aber ein chancenreiches Investment in einen sicheren Wachstumsmarkt.
emb
Fresenius Medical Care ist eine 30-Prozent-Tochter des ebenfalls börsennotierten Gesundheitskonzerns Fresenius SE und trägt 56 Prozent zu dessen Umsatz bei. Fresenius SE ist darüber hinaus in der Infusionstherapie und klinischen Ernährung (Fresenius Kabi) tätig und einer der größten deutschen privaten Krankenhausbetreiber (Fresenius Helios).]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kaufkraft sichern</title>
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			<description>Zweimal Börsencrash in fünf Jahren, zugleich Bankenkrise und Euro-Schwäche. Viele Ärzte fragen sich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2> Wolfgang Traindl, </h2>
<b>Leiter Private Banking &amp; Asset Managements Erste Bank </b><br />„Mit risikofreien Einlagen ist die Inflationsrate derzeit nicht zu schlagen, insbesondere nicht nach Steuern“, bedauert <br />Wolfgang Traindl. Selbst längere Bindungsfristen etwa über ein Kapitalsparbuch auf 60 Monate oder zehnjährige Anleihen der Republik Österreich können diesen Wunsch nicht erfüllen. Wer sein Kapital erhalten und idealerweise auch einen realen Vermögenszuwachs erzielen will, muss in höher rentierende Finanzinstrumente veranlagen und die damit verbundenen Risiken akzeptieren – konkret: „das Kreditrisiko bei Anleihen und das Volatilitätsrisiko bei Aktien.“ <br />Während zehnjährige österreichische Bundesanleihen derzeit nur 2,8 Prozent Rendite abwerfen, kann man mit Unternehmensanleihen zumindest rund 3,5 Prozent, mit Hochzinsanleihen etwa 7,5 Prozent und mit Schwellenländeranleihen rund fünf Prozent in Hartwährung und etwa sechs Prozent in Lokalwährung verdienen. Letztere bieten zudem Aufwertungspotenzial, haben dafür aber auch Kursrisiken. Traindl schlägt deshalb vor, <br />25 Prozent des Kapitals in Corporate Bonds mit guter Bonität (Investment Grade), <br />15 Prozent in High Yield Bonds und Emerging Market Bonds, zehn Prozent in offenen Immobilienfonds mit hoher Substanz und 20 Prozent in dividendenstarken Blue Chip-Aktien, also von Unternehmen, die wenig Konjunkturabhängigkeit zeigen, zu veranlagen. Die verbleibenden 30 Prozent werden als Cash-Reserve in Form von Spareinlagen sowie in Staatsanleihen höchster Bonität mit maximal drei bis fünf Jahren Laufzeit gehalten.
<h2>Wolfgang Matejka, </h2>
<b>Geschäftsführer Matejka &amp; Partner Asset Management</b><br />Wolfgang Matejka empfiehlt, angesichts des fragilen internationalen Umfelds in puncto Staatsschulden und Konjunktur auf der sicheren Seite zu bleiben. Das heißt: Am besten keine Staatsanleihen. Rund die Hälfte des Kapitals sollte man derzeit möglichst in Geldmarktinstrumenten wie Floater oder in Anleihen mit kurzer Laufzeit von maximal zwei Jahren von großen europäischen Banken wie BNP Paribas oder Deutsche Bank oder von heimischen Instituten wie Raiffeisen Bank International oder Erste Group Bank halten. Etwa 20 Prozent würde er in Corporate Bonds mit einer maximalen Restlaufzeit von fünf Jahren anlegen, wobei das Rating nicht schlechter als BBB sein sollte. Rund ein Viertel sollte man in Sachwerte investieren – konkret: in Aktien der globalen Titanen, also Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind und durch ein nachhaltiges Geschäftsmodell überzeugen. „Dazu zählen etwa Pharma- oder Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé, McDonald‘s, Coca-Cola, Novartis, Gilette oder Procter &amp; Gamble“, spezifiziert Matejka. Die restlichen fünf Prozent würde er in Gold halten. Immobilien sind für ihn derzeit kein Thema. Denn: „Sie sind möglicherweise die größte Bubble der letzten Jahre.“
<h2>Josef Falzberger, </h2>
<b>Gesellschafter Investment Partner Wertpapierdienstleistungen</b><br />Josef Falzberger geht einen völlig anderen Weg als der Mainstream und setzt im Wesentlichen auf inflationsgeschützte Anleihen und auf strukturierte Aktienprodukte, also Zertifikate. Damit ließe sich das Portfolio gegen Kaufkraftverlust schützen. Dazu empfiehlt er, rund zwei Drittel des Kapitals in Zinspapiere zu investieren, wobei er französische inflationsgeschützte Anleihen mit acht bis zehn Jahren Laufzeit für besonders interessant hält. Denn: „Sie bringen rund ein Prozent Realrendite.“ Als weiteres Zinsinstrument gefallen ihm Floater mit einer Kuponuntergrenze. Bei den strukturierten Aktienprodukten bevorzugt er jene, die auf breit gestreute Aktienindizes begeben sind, idealerweise einen beträchtlichen Sicherheitspuffer gegen Verluste bieten und an einer Aktienrallye möglichst voll mitpartizipieren können. Nachdem man bei diesen strukturierten Aktienprodukten das Schuldnerrisiko einer Bank eingeht, hält Falzberger eine Streuung der Emittenten für besonders wichtig. „Sie sollten zumindest ein Standard &amp; Poor’s Rating von A haben und im Idealfall zu den systemrelevanten Banken zählen.“ Emittenten wie Deutsche Bank oder Credit Suisse, aber auch Sparkassen oder Genossenschaftsbanken sind daher besonders willkommen. Ein kleiner Anteil sollte schließlich in Garantieprodukten gehalten werden, um an der Entwicklung von Rohstoffen oder Währungen teilzunehmen.<br />Inflationsschutzanleihen und Zertifikate sind nach Meinung von Falzberger auch in puncto steuerlicher Behandlung besonders interessant: „Bei beiden sind die Kursgewinne erst bei Verkauf oder Ablauf zu versteuern. Man hat also eine Steuerstundung.”
<h2>Christian Ohswald, </h2>
<b>Leiter Raiffeisen Private Banking Wien</b><br />Christian Ohswald schätzt, dass man in der aktuellen Niedrigzinsphase bei vergleichsweise hoher Teuerungsrate zumindest fünf bis sieben Jahre Anlagehorizont einkalkulieren sollte, um die Inflation zu schlagen. Dazu eigne sich am besten „eine Absolute Return Strategie, die auf einer breiten Streuung über Assetklassen, Strategien und Managementstile beruht.“ Man müsse durch aktives Risikomanagement versuchen, in Stressphasen systematisch Verluste zu begrenzen und in Aufwärtsphasen konsequent an steigenden Kursen zu partizipieren.<br />Attraktive Investmentchancen sieht Ohswald derzeit in sicheren Anleihen mit aktivem Zinsrisikomanagement, in kurz laufenden Hochzinsanleihen und in Schwellenländeranleihen im Investment Grade Bereich, also mindestens BBB. Für Aktien sieht er die besten Chancen ebenfalls in den Emerging Markets, „speziell in Asien aufgrund der überdurchschnittlichen Wachstumsdynamik sowie in Deutschland und Österreich aus bewertungstechnischen Gründen“. Einen Anteil von rund 15 Prozent empfiehlt er in Managed Futures zu halten – „als Versicherungspolizze des Depots, um auf ungewöhnliche Kursbewegungen intelligent reagieren zu können.“
<h2>Eduard Berger, </h2>
<b>Geschäftsführender Direktor Wiener Privatbank</b><br />Eduard Berger macht ebenfalls einen Bogen um herkömmliche Staatsanleihen. „Sichere Staatsanleihen bringen keine Rendite und solche mit höheren Renditen sind mit größerem Risiko behaftet.“ Rund die Hälfte des Portfolios wäre deshalb in Unternehmensanleihen mit guter Bonität, also mit einem Standard &amp; Poor’s Rating von AA oder A-, gut aufgehoben. „Die meisten Emittenten aus dem Industriebereich stehen gut da, nachdem sie ihre Bilanzen saniert haben.” Er greift auch gerne selektiv zu Anleihen von Banken. „Sie sind deutlich besser aufgestellt, als sie vom Markt wahrgenommen werden.“ Denn auch sie haben ihre Bilanzen zurückgefahren. Zudem hätten die Geldspritzen der EZB, die eine günstige Refinanzierung ermöglichten, die Situation deutlich entschärft. Rund 20 Prozent des Portfolios widmet Berger Anleihen aus den Emerging Markets, wobei ihm Brasilien als Emittent besonders gut gefällt. Rund zehn Prozent sollten auf Aktien entfallen, vor allem europäische Blue Chips, weil sie seiner Meinung nach in puncto Chancen beziehungsweise Risiko günstig bewertet sind. Für weitere zehn Prozent finden Rohstoffe und Trendfolgemodelle Platz. Die restlichen zehn Prozent werden in geldmarktnahen Instrumenten beziehungsweise Cash gehalten.
<h2>Wolfgang Eisl, </h2>
<b>Managing Director UBS-Österreich</b><br />Nachdem die Kaufkraft derzeit weder mit Sparbüchern noch mit Staatsanleihen bester Bonität erhalten bleibt, sollte man, so Wolfgang Eisl „den Mut haben, in seiner Veranlagung bewusst Risiken einzugehen.“ Die größte Herausforderung für die nächsten Jahre werde deshalb das Thema Verlustbegrenzung sein. Für einen konservativen Anleger schlägt er vor, das Portfolio möglichst breit zu streuen. Die größte Position – rund 40 Prozent – empfiehlt er in Unternehmensanleihen zu veranlagen. Staatsanleihen (10 bis 15 Prozent) sollten nur von Schwellenländern gehalten werden. Denn: „Sie haben zunehmend bessere Fundamentaldaten als die Industrieländer und ihre Bonität wird laufend hinaufgestuft.“ Um mittel- und langfristig die Inflation auszugleichen, sollte man etwa 25 bis 30 Prozent des Portfolios in Aktien halten – am besten von Unternehmen, die global aufgestellt sind und Zugang zu den Emerging Markets haben. Etwa fünf Prozent sollten auf Hochzinsanleihen entfallen und die restlichen zehn bis 15 Prozent auf Gold – je nach Sicherheitsbedürfnis physisch oder über Währungskonten –und Rohstoffe.
<h2>Alois Wögerbauer, </h2>
<b>Geschäftsführer 3 Banken-Generali Fondsgesellschaft</b><br />Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken-Generali Fondsgesellschaft, hat aus der Entwicklung der letzten zehn Jahre die Lehre gezogen, „dass man seine Veranlagung sehr breit aufstellen muss, weil klare Prognosen nicht möglich sind.“ Für eine sichere Veranlagung sollten seiner Meinung nach etwa 40 bis 50 Prozent in Zinspapieren und der Rest in Substanzwerten angelegt sein. Nachdem Staatsanleihen wenig Ertrag bringen, jedoch mit hohen Risken behaftet sind, finden sie in seinem Portfolio derzeit keinen Platz. Auch Emerging Markets Anleihen kann er nichts abgewinnen, obwohl sie höher rentieren als Staatsanleihen von Industriestaaten. Denn: „Währungsprognosen sind schwierig und daher Emerging Markets Bonds in Lokalwährung eine zweifelhafte Sache.“<br />Stattdessen sollten zwei Drittel der Zinspapiere in Unternehmensanleihen investiert sein. Bei internationalen Emittenten favorisiert er Bonitäten am unteren Ende des Investment Grade-Bereichs, also BBB, nachdem die Renditen von Papieren mit AA- oder A-Rating bereits stark zurückgegangen sind. Und: „Ein Mehrwert lässt sich vor allem mit Anleihen österreichischer Emittenten erzielen.“ Dass solche Papiere meist über kein Rating einer internationalen Agentur verfügen, sei keineswegs ein Nachteil. Dafür finde man zu den Unternehmen leicht einen direkten Zugang. „Die Erfahrung zeigt, dass man mit österreichischen Unternehmensanleihen – bis auf wenige Sonderfälle wie A-Tec oder Eybl – keine Ausfälle erlitten hat.“ Derzeit gibt es eine ganze Reihe von Neuemissionen. Und dieser Trend werde sich noch verstärken, weil viele Unternehmen sich nicht mehr über die Bank finanzieren wollen oder auch, weil manche Firmen wie etwa OMV oder Lenzing für einzelne Banken zu groß geworden sind. Andere erfolgreiche Emittenten – wie Novomatic – würden mit Corporate Bond Emissionen schließlich ihre erste Kapitalmarkterfahrung für einen eventuellen späteren Börsegang sammeln. <br />Ein Drittel der Fixzinspapiere reserviert Wögerbauer für Nischenthemen wie Inflationsschutz-, Hybrid- oder Wandelanleihen. 20 Prozent des Kapitals sollten in Substanzaktien aus defensiven Branchen wie Gesundheit oder Nahrungsmittel – wie zum Beispiel Nestlé, McDonald‘s, Procter &amp; Gamble, Medtronik, Johnson &amp; Johnson oder Unilever – gehalten werden, weitere zehn bis 15 Prozent in Gold und zehn Prozent in Rohstoffen.]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:25:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Privat vorsorgen, Berufsrisiken minimieren</title>
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			<description>Viel wurde im Zuge der Sparpaket-Debatten über reduzierte staatliche Förderungen bei...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Altersvorsorge und Berufsrisikoabsicherung – an diesen Themen kommt kaum jemand heute vorbei. Lieber früher als später muss sich jeder Erwerbstätige, egal ob Angestellter oder Selbstständiger, mit ergänzenden Vorsorgeprodukten und Versicherungen auseinandersetzen. Für Ärzte gilt dies vielleicht noch ein bisschen mehr als für andere Berufsgruppen. Zum einen sind die Berufsrisiken in der Regel deutlich höher als anderswo, zum anderen ist die Kluft zwischen Aktiveinkommen und staatlicher Altersversorgung vielerorts höher als anderswo, sagt DI Mathias Frisch, Leiter Lebensversicherung bei der Wiener Städtische Versicherung: „Eine berufliche Basisabdeckung im Alter ist zwar gegeben, jedoch für einen Besserverdiener entspricht das üblicherweise nicht dem, was er sich vorstellt, um seinen Lebensstandard auch in der Pension gleich hoch wie in der Erwerbszeit zu halten. Wer mit der staatlichen Grundsicherung nicht auskommen wird, spart sinnvollerweise schon dann Geld an, wenn er gut verdient.“<br />Auf welche Weise er vorsorgt, das hängt von einer Reihe individueller Faktoren ab, welche Standardlösungen in der Vorsorgeplanung von Grund auf ausschließen. Auch das Berufsbild Arzt an sich ist hinsichtlich der geeigneten Vorsorge weniger relevant als etwa die Fragen, ob selbstständig oder angestellt oder auch – denkt man etwa an eine private Unfallversicherung – ob Chirurg oder Neurologe. Was aber jedenfalls für die einen wie die anderen gilt: Am Thema „Vorsorgen“ und „Versichern“ kommt keiner mehr vorbei. <br />Vorsorge bedeutet Vorbereitung und Finanzplanung für die eigene wirtschaftliche Zukunft oder auch: die Sicherung des Lebensstandards im Ruhestand. Sie ist damit fixer Bestandteil der individuellen Lebensplanung. Das österreichische Vorsorgesystem basiert dabei auf drei fundamentalen Säulen: der staatlichen Vorsorge, der betrieblichen Vorsorge über das Krankenhaus oder die eigene Ordination und der privaten Vorsorge, also der individuellen Absicherung des Einzelnen für sich selbst. 
<h2>Nie zu früh</h2>
Für Letztere gilt das Motto: „Je früher desto besser.“ Gerade im Bereich der Pensionsvorsorge kann durch eine lange Laufzeit schon bei geringer monatlicher Einzahlung ein sehr schönes Ergebnis erzielt werden. Fünf oder zehn Jahre früher zu beginnen, kann bei gleich hoher Prämie bis zum doppelten Auszahlungsbetrag führen. Aber auch in anderen Bereichen ist frühe Vorsorge anzuraten. Durch ein junges Einstiegsalter und guten gesundheitlichen Zustand kann man sich zum Beispiel in der Krankenversicherung zu sehr günstigen Prämien umfangreichen Versicherungsschutz sichern. Dem Motto „Je früher desto besser“ stimmt auch Mathias Frisch zu: „Man kann nicht früh genug beginnen, denn durch die Anspareffekte erzielt man umso höhere Rendite, je früher man einsteigt. Es gibt heute schon eine Reihe von Produkten, die man Kindern in den Schoß legen kann. Zu spät ist es praktisch nie.“<br />Am besten wäre es also, schon vor dem Eintritt ins Berufsleben mit der privaten Vorsorge zu beginnen. Das ist aber mehr Wunschdenken als Realität, es sein denn, die Eltern übernehmen schon die Vorsorge ihrer Kinder. Sonst hat das Leben, etwa während des Studiums, meist andere Prioritäten als die geeignete Altersvorsorge. Spätestens mit dem Eintritt ins Berufsleben sollte sich aber jeder Gedanken darüber machen. Und weil das Leben nur selten in geraden Linien verläuft, sollte bei der Auswahl der passenden Produkte auch dem Thema Flexibilität Beachtung geschenkt werden. Unterschiedliche Bedürfnisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten und abhängig vom jeweiligen Lebensabschnitt verlangen nach flexiblen Versicherungslösungen, die sich individuell anpassen lassen. Ein Modell könnte etwa sein: Klein beginnen, mit steigendem Einkommen dann den Vorsorgegedanken forcieren. Viele Makler raten auch dazu, zu Beginn so konservativ wie möglich einzusteigen. Wenn später mehr Geld zur Verfügung steht, dann kann auch in andere Bereiche, je nach persönlicher Risikofreude, investiert werden. 
<h2>Individuelle Lösungen</h2>
Jede Entscheidung sollte jedenfalls wohlüberlegt getroffen und möglichst langfristig durchgehalten werden. Die Kunst ist es letztendlich, die entscheidenden Parameter – Sicherheit, Garantie und Ertrag – möglichst optimal auszubalancieren. Um diese Balance für die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse bestmöglich zu erreichen, ist eine ausführliche Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler oder Versicherungsvermittler durchaus empfehlenswert. Dafür spricht nicht nur die breite Produktpalette gerade für die Berufssparte der Ärzte, sondern auch die Gewährleistung durch die Beratungshaftung. Die sollte ein Arzt auf jeden Fall einfordern.<br />Auch die Ärztekammer rät ihren Mitgliedern dazu, sagt der Kammeramtsdirektor der Wiener Ärztekammer, Dr. Thomas Holzgruber, sich „individuell beraten zu lassen und dann Vorsorge- und Versicherungsprodukte nach eigenem Bedarf möglichst frühzeitig abzuschließen.“<br />Alle Kammermitglieder sind zusätzlich über die Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer abgesichert. Diese sind allerdings regional organisiert, wodurch die Regelungen bundesländerweise zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen. Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen sind aber gesetzlich einheitlich geregelt, sie wurden durch das Sparpaket in keiner Weise beeinflusst. Die Fonds decken folgende Vorsorgebereiche ab: Pensionen, Invaliditätsversorgung, Witwen- und Hinterbliebenenversorgung. 
<h2>Staatlich geförderte Produkte</h2>
Die Zukunftsvorsorge ist ein sehr beliebtes, wenn auch noch relativ junges Produkt, was den kleinen Nachteil hat, dass niemand deren langfristige Entwicklung genau abschätzen kann. Seit 2003 wurden etwa 1,5 bis 1,6 Millionen Verträge abgeschlossen. Die Auszahlung der Zukunftsvorsorge erfolgt nicht einmalig, sondern in einem Rentenmodell, das heißt, Kunden erhalten monatlich einen gewissen Betrag ausbezahlt. Es handelt sich somit um eine private Pensionsvorsorge. Die Auszahlung der monatlichen Beiträge wird dabei auf Lebenszeit garantiert. „Durch die Garantie einer Versicherung läuft diese Rente bis zum Ableben, egal, wie alt ein Kunde wird, auch wenn die Höhe der Einzahlung möglicherweise früher verbraucht ist“, erläutert Mathias Frisch: „Als Versicherungen sind wir die einzigen, die auch ein ‚Langlebigkeitsrisiko‘ mittragen.“ <br />Der Name „staatlich gefördert“ kommt daher, dass der Kunde eine jährlich neu festzusetzende staatliche Prämie auf seine einbezahlten Prämien erhält. Diese staatliche Prämie kam zuletzt im Zuge der Diskussionen und gesetzlichen Änderungen rund um das Sparpaket stark ins Gerede. In der Öffentlichkeit wurde vor allem über die Reduktion der Prämie für Bausparer debattiert. Aber auch die staatliche Zukunftsvorsorge ist direkt – und indirekt auch über die Bausparprämie – betroffen. <br />Die Vorteile bleiben aber auch in Zukunft aufrecht, betont Frischs Kollege Hanns-Peter Neubauer, Accountmanager der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group: „Sämtliche steuerlichen und sonstigen Vorteile bleiben unverändert erhalten. Die einzige Änderung betrifft die staatliche Förderung. Diese wurde im Rahmen des Sparpaketes, rückwirkend mit Beginn des Jahres 2012, halbiert und beträgt nun zwischen 4,25 (2012) und 6,75 Prozent.“ Die 4,25 Prozent sind der garantierte Minimalwert. <br />Bisher betrug die staatliche Förderung 8,5 Prozent. Diese setzten sich aus einem Sockelbetrag von 5,5 Prozent plus der Bausparförderung von 3 Prozent zusammen. Nun wurden beide Förderposten von der Regierung halbiert, was eben die aktuell geltenden 4,25 Prozent ergibt. Die Halbierung betrifft ausschließlich die staatliche Förderung, nicht die Rendite, die sich damit erzielen lässt. „Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge stellt aufgrund ihrer steuerlichen Vorteile sicherlich eine gute Basis­abdeckung dar, wird aber alleine in der Regel nicht ausreichen, um die Schere zwischen Aktiveinkommen und Pension zu schließen“, resümiert Mathias Frisch: „Wenn ich mich wirklich umfassend absichern will, muss ich noch etwas darüber hinaus machen. Wir empfehlen eine Rentenversicherung, weil man hier zwei Vorteile auf einmal lukrieren kann.“
<h2>Rentenversicherung</h2>
Neben der bereits im Rahmen der Zukunftsvorsorge angesprochenen Übernahme des Langlebensrisikos durch die Versicherung können Kunden bei vielen Anbietern auch mit einem Vorteil durch die zunehmende Lebenserwartung hoffen, zum Beispiel bei der Wiener Städtische Versicherung, erklärt Frisch: „Wenn wir Rentenversicherungen abschließen, verwenden wir für die Berechnung der Rentenhöhe die bei Vertragsabschluss – und nicht die zum Zeitpunkt der Verrentung – aktuelle Sterbetafel. Ein Vorteil für die Kunden, weil die Lebenserwartung zum Zeitpunkt ihres Pensionseintrittsalters schon deutlich höher sein wird.“ Alle zehn Jahre veröffentlicht die Statistik Austria die Ergebnisse einer Volkszählung, auf deren Basis die in den Sterbetafeln abgebildete Lebenserwartung nach oben justiert wird. Und mit jeder neuen Erhebung werden im Durchschnitt fünf bis zehn Prozent mehr Kapitalbedarf zum Ansparen benötigt, will man später vergleichbare Leistungen beziehen.<br />Für das Ansparen gibt es verschiedenste Modelle – etwa die klassische oder fondsgebundene Lebensversicherung –, abhängig vom Zeitfaktor und von der Risikobereitschaft. Je näher das Pensionsalter dann rückt, desto eher wird man in eine sichere, planbarere Veranlagungsform investieren. 
<h2>Pflegeversicherung</h2>
Eine spezielle Form der Altersvorsorge ist die Pflegeversicherung. Sie lässt sich auch mit anderen Ansparformen kombinieren, etwa, wenn ein Arzt zu einem bestimmten Zeitpunkt finanzielle Spielräume hat, kann er sich mittels Einmalerlag absichern und auch nachbessern.<br />Standardmäßig wird eine Absicherung ab der Pflegestufe 3 empfohlen. Dabei kann frei festgelegt werden, wie hoch die Auszahlung im Fall einer Pflegebedürftigkeit sein soll: Will der Versicherte 50 Prozent zusätzlich zum staatlich festgelegten Pflegegeld, 100 oder 120 Prozent. Die individuelle Höhe ist, abhängig vom Anbieter, meist in Zehn-Prozent-Stufen variierbar.<br />Beim Pflegegeldanspruch orientieren sich die meisten Anbieter an der staatlichen Einstufung. Es gibt allerdings auch davon unabhängige Bewertungen einzelner Versicherungen, etwa mittels „Daily Life Activities“-Liste.<br />Insgesamt hält sich die Nachfrage nach Pflegeversicherungen derzeit noch in Grenzen, sagt DI Wolfgang Weisz, Abteilungsleiter Betriebliche Altersvorsorge bei der Allianz: „Die Pflegevorsorge war im Wahlkampf 2008 ein großes Thema, entsprechend breit war auch das Angebot. Allerdings wurde das Thema nach der Wahl medial rasch wieder fallen gelassen und das Interesse ging ebenso rasch zurück. Wir gehen aber davon aus, dass die Pflegeversicherung spätestens 2013, vor der nächsten Nationalratswahl, wieder zum großen Thema werden wird.“ 
<h2>Betriebliche Vorsorge</h2>
Neben den privaten bieten sich Ärzten auch betriebliche Vorsorgemodelle an. Diese wurden durch die Maßnahmen im Rahmen des Konsolidierungspakets rechtlich und finanziell nicht ausgehöhlt, sagt Wolfgang Weisz. Das betrifft die freiwillige Vorsorgekasse für selbstständige Ärzte ebenso wie etwa die steuerlichen Anreize im Zuge der Gründung einer Ärzte GmbH.<br />Seit 2008 können niedergelassene Ärzte von der neuen Selbstständigenvorsorge profitieren, erklärt Weisz: „Sobald eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt, haben Ärzte innerhalb von zwölf Monaten die Möglichkeit, sich für die neue Selbstständigenvorsorge zu entscheiden. Sie können 1,53 Prozent der Pensionsbemessungsgrundlage (2012 maximal 906 Euro) über die SVA der gewerblichen Wirtschaft in eine Vorsorgekasse einzahlen und so steuerbegünstigt etwas für die private Vorsorge tun.“ Die Beiträge gelten zu 100 Prozent als Betriebsausgaben, sind somit steuerfrei. Bei einer Übertragung in eine Pensionskasse oder -versicherung kann eine monatliche steuerfreie Zusatzpension ausbezahlt werden. Für die Vorsorgekasse besteht eine 100-prozentige Kapitalgarantie auf die einbezahlten Bruttobeiträge.<br />Das entspricht einer steuerlichen Gleichstellung mit den angestellten Ärzten, die Gleiches seit dem neuen Abfertigungsgesetz 2003 tun können, sagt Weisz. Weiters gilt für den angestellten Arzt: „Wenn der Arbeitgeber mitspielt, können bis zu 300 Euro Gehalt pro Jahr umgewandelt und steuerfrei in sogenannte ‚zukunftssichernde Maßnahmen‘ – also in ein betriebliches Vorsorgemodell – eingebracht werden, etwa in Form einer Lebens- oder Pflegeversicherung.<br />Seit 2010 haben selbstständige Ärzte auch die Möglichkeit Ärzte GmbHs zu gründen. Auch wenn sich der Andrang noch sehr in Grenzen hält und weit unter den Erwartungen liegt, so bieten GmbHs hinsichtlich ihrer steuerlichen Möglichkeiten bei der betrieblichen Altersvorsorge interessante Möglichkeiten, erläutert Weisz: „Im Rahmen einer Ärzte-GmbH kann das Instrument der direkten Leistungszusage genutzt werden. Dabei handelt es sich um ein Pensionsversprechen der GmbH an ihre geschäftsführenden Gesellschafter. Sämtliche Aufwendungen können betriebsausgabenwirksam geltend gemacht werden. Erst die Pensionsleistung an sich ist dann einkommenssteuerpflichtig.“ In anderen Unternehmensbereichen wird diese GmbH-Vorsorgemöglichkeit bereits sehr häufig und gerne genützt.
<h2>Haftpflichtversicherung</h2>
Vorsorge beginnt aber nicht mit dem Einstieg in den Ruhestand, sondern schon viel früher, wenn es beispielsweise um Unfallfolgen, die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit oder Betriebsunterbrechung geht. <br />Für niedergelassene Ärzte, angestellte Ärzte mit freiberuflicher Nebentätigkeit sowie Ambulatorien bzw. Privatspitäler ist eine Haftpflichtversicherung ohnedies seit 2011 gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund wachsender Regressforderungen wird sie inzwischen auch für angestellte Ärzte empfohlen. Denn Experten rechnen damit, dass durch die neue gesetzlich verpflichtende Haftpflichtversicherung die ohnehin schon gestiegene Klagsfreude der Patienten noch weiter anwachsen wird. <br />Für aktive niedergelassene Ärzte deckt das neue Gesetz mit der verpflichtenden Haftpflichtversicherung das Problem der Nachhaftung lückenlos ab. Bereits pensionierten Ärzten allerdings oder deren Erben könnten zukünftig noch existenzbedrohende Folgen daraus entstehen, da auch sie nach dem neuen Gesetz noch 30 Jahre lang für Behandlungsfehler haften. Die wenigsten Pensionisten haben dafür aber eine Nachhaftungsversicherung abgeschlossen, auch weil entsprechende Angebote fehlen würden, meint Gerhard Ulmer, Geschäftsführer der ÄrzteService Dienstleistung GmbH: „Das Problem ist vielen unbekannt, aber umso schwerwiegender, weil damit zu rechnen ist, dass Patienten mithilfe von Anwälten auf die Suche nach Kunstfehlern gehen werden. Wir als ÄrzteService bieten über die Zürich-Versicherung AG eine sogenannte Stand-Alone-Nachhaftungsversicherung an.“<br />Die Haftpflichtversicherung deckt nur Ansprüche von Geschädigten ab. Daher ist zusätzlich eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll. Für selbstständige Ärzte können im Rahmen des Betriebsrechtsschutzes auch die Ordination und die in der Ordination beschäftigten Mitarbeiter im Bereich des Schadenersatz- und Straf-Rechtsschutzes mitversichert werden.
<h2>Berufsunfähigkeit</h2>
„Generell ist es leider so“, sagt DI Matthias Frisch von der Wiener Städtischen, „dass ein Bewusstsein für Berufsunfähigkeitsabsicherung in Österreich noch kaum vorhanden ist.“ Laut Frisch liegt diese Absicherung in Österreich noch im „Dornröschenschlaf“, während die Abdeckung der Berufsunfähigkeit etwa in Deutschland nahezu schon Standard wäre: „Dort haben 25 Prozent der Bevölkerung eine solche Form der Absicherung, wenn auch nicht in Höhe des gesamten Einkommens.“ Da sei in Österreich das Gefühl traditionell noch stark verhaftet: Im Falle des Falles wird mich der Staat schon auffangen. „Was zweifellos auch zutrifft“, sagt Frisch, „und weit besser funktioniert als in vielen anderen Ländern, allerdings ist die Einkommensschere, die sich zwischen vorher und nachher auftut, gerade bei gut verdienenden Branchen wie bei den Ärzten schon sehr heftig.“<br />Außerdem nehmen die Fälle von Berufsunfähigkeit immer stärker zu, vor allem im Bereich der psychischen Belastungen wie Stresssymptomen und Burnout. Ein Trend, der vor allem auch im Gesundheitsbereich zu beobachten ist. <br />Eine Absicherung kann über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bei Angestellten oder über eine Betriebsunterbrechung für freiberuflich Tätige (BufT) erfolgen, also etwa Ärzte mit eigener Praxis. Die BufT ist damit der finanzielle Rettungsschirm, wenn der Arzt seine Ordination wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls temporär schließen muss. Die Konsequenz dieser beiden Ereignisse muss eine vollständige und vorübergehende Arbeitsunfähigkeit sein. Die Versicherungssumme ist der Deckungsbeitrag, geleistet wird pro Tag 1/360tel der Versicherungssumme. Nach Ablauf einer vereinbarten Karenzfrist beginnt dieser finanzielle Rettungsschirm zu wirken. Die Leistung kann – bei schweren Erkrankungen oder Unfallfolgen – sogar bis zum Verbrauch der vollen Versicherungssumme führen. Die BufT ist eine Sachversicherung und die Prämie kann daher auch als Betriebsausgabe berücksichtigt werden.
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Foto: istockphoto
<h1>Versichern oder ansparen? </h1>
Als Faustregel gilt: Je längerfristig die Produkte, desto sinnvoller ein Versicherungsprodukt. Während bei Versicherungen gleich zu Beginn vier Prozent Versicherungssteuer anfallen, dafür später keine Kapitalertragssteuer, ist kurzfristig eine Sparform sicher vorzuziehen. Beispiel Sparbuch: Bei 16 Prozent Zinsgewinn ist zwischen Versicherung und Sparen eine steuerliche Pattstellung erreicht (Staat nimmt ein Viertel des Werts in Form von Kapitalertragssteuer weg. Das ist der gleiche Betrag, der bei Versicherungen als Versicherungssteuer gleich am Beginn weggenommen wird). Aber dann kommt bei Versicherungen nichts mehr weg, egal wie hoch der Ertrag ist. Denn bei Versicherungen fallen keine Steuern auf die Erträge an, das zieht sich durch alle Versicherungsprodukte. Bei einem erwarteten Zinsgewinn von unter 16 Prozent ist daher aus steuerlicher Sicht das Sparbuch sinnvoller, darüber aber die Versicherung. Bei Aktien- und Fondsdepots sind seit 1. April 2012 Kapitalzuwachssteuern zu berücksichtigen. Bei Vorsorgeprodukten – in der Regel langfristigen Anlageformen – spricht also einiges für Versicherungen.
<h1>Modellrechnung Vorsorgekasse </h1>
Ein Fallbeispiel der BAWAG Allianz Vorsorgekasse: Eine heute 40-jährige, niedergelassene Ärztin mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 3.500 Euro zahlt bis zum Pensionsantritt (60. Lebensjahr) 15.613,49 Euro in die Vorsorgekasse ein. Da diese Beiträge Betriebsausgaben darstellen, lukriert sie bei einem Grenzsteuersatz von 43,596 Prozent eine Steuerersparnis von 6.806,86 Euro.<br />Das angesparte Kapital bei Pensionsantritt beträgt 20.454 Euro (angenommene Einkommenssteigerung: 2 Prozent pro Jahr, Veranlagungsertrag: 4,5 Prozent pro Jahr inkl. aller Kosten). Bei einer einmaligen Auszahlung erhält sie (abzüglich 6 Prozent Einkommenssteuer) 19.227 Euro. Dies entspricht einer Rendite von 7,35 Prozent pro Jahr.
<h1>Pflegeversicherung </h1>
Ein Fallbeispiel der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG: Ein Arzt, 40 Jahre, ist nach einem Verkehrsunfall dauerhaft pflegebedürftig. Gut, dass er vorgesorgt hat: Für eine Monatsprämie von 30 Euro (Tarif Basis, 100 Prozent) erhält er ein monatliches Pflegegeld ab der Stufe 4 von 664,30 Euro (oder Stufe 5: 902,30 Euro, Stufe 6: 1.260 Euro, Stufe 7: 1.655,80 Euro) und zwar so lange er es benötigt, auch lebenslang. Er kann das Pflegegeld nach den eigenen Bedürfnissen verwenden.<br />Pflege-Bonus – Zahlung auch ohne Pflegebedürftigkeit: Der Zusatztarif „Pflege-Bonus“ der Wiener Städtische sichert bei Leistungsfreiheit regelmäßige Rückzahlungen, sodass man auf jeden Fall von der Versicherung profitiert: Ab dem 65. Geburtstag erhält der Kunde je nach gewählter Produktstufe Geld zurück und das alle fünf Jahre. Diesen Zusatztarif kann man bei Vertragsstart abschließen und selbstverständlich auch bei bestehenden Verträgen ergänzen. Der Pflegebonus beträgt bei oben genanntem Beispiel 1.600 Euro. Die Prämie erhöht sich mit Bonus auf 41,80 Euro monatlich.
<h1>Lebenszyklusmodell </h1>
Ein Fallbeispiel der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group (s Versicherung): Eine staatlich geförderte Zukunftsvorsorge in Form der „s Privat-Pension mit Prämien-Plus“ bietet ein Lebenszyklusmodell an. Es stellt sicher, dass die Aktienquote im angesparten Kapital reduziert wird, wenn sich der Pensionsantritt nähert. Dadurch wird ein Teil der erzielten Aktienerträge in eine sichere Veranlagung umgeschichtet und unterliegt nicht mehr den Schwankungen an der Börse. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestveranlagung in Aktien beträgt 30 Prozent, solange der Anleger noch nicht 45 ist, 25 Prozent zwischen 45 und 54 sowie 15 Prozent ab einem Alter von 55 Jahren bis zum Pensionsantritt. Es fallen weder KESt noch Einkommenssteuer an. Die Auszahlung ein Leben lang ist ebenso garantiert wie Mindestrente und aktuelle Rententafel. Kapital und staatliche Förderung sind auch bei Kapitalabfindung bei Pensionsantritt garantiert.]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neue Regeln</title>
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			<description>Seit 1. April 2012 nascht der Fiskus bei allen Kursgewinnen mit.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die neue Wertpapier-KESt, im Fachjargon auch „Vermögenszuwachssteuer“ genannt, beträgt – sowie die Dividenden- und Zinsen-KESt – 25 Prozent. Berechnungsbasis ist der Kursgewinn, also der positive Differenzbetrag zwischen dem Anschaffungskurs (exklusive Kaufspesen) und dem Verkaufskurs. Die Steuer gilt für alle Arten von Wertpapieren, also Aktien, Anleihen, Investment- und Immobilienfonds, Zertifikate und verbriefte Derivate. Auf inländischen Depots wird sie von der depotführenden Bank berechnet und automatisch an die Finanz weitergeleitet. Bei ausländischen Depots ist die Wertpapier-KESt – analog Dividenden- und Zinsen-KESt – im Wege der Einkommensteuererklärung abzuführen. Neu ist, dass realisierte Kursgewinne und Erträge (Kupons, Dividenden) mit realisierten Kursverlusten innerhalb eines Kalenderjahres gegengerechnet werden können. Bei Einzelinhaber-Depots, die bei ein und demselben inländischen depotführenden Institut geführt werden, erfolgt dieser Verlustausgleich automatisch durch die Bank. Wer Depots bei mehreren Banken unterhält, kann die Gegenrechnung von Gewinnen und Verlusten ausschließlich im Wege seiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Dazu muss man dem Fiskus jedoch seine Wertpapierveranlagungen offenlegen. Es lohnt sich also für jene, die Depots bei mehreren Banken unterhalten, diese auf nur ein Institut zu übertragen. In diesem Fall sollte man allerdings unbedingt darauf achten, dass die Anschaffungskosten aller Papiere dokumentiert werden. Denn der Anschaffungszeitpunkt macht für die Besteuerung einen großen Unterschied: Aktien, Investment- und Immobilienfonds, die vor dem 31.12. 2010 angeschafft wurden und noch im Depot liegen, bleiben nämlich zeitlebens von der neuen Wertpapier-KESt befreit. Gleiches gilt für Anleihen, Zertifikate und verbriefte Derivate, die vor dem 31.10. 2011 erworben wurden.
emb]]></content:encoded>
			<category>GELDANLAGE + VORSORGE</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unterschätzte Immobilien</title>
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			<description>Die österreichischen Immobilien-AGs liefern solide Ergebnisse und attraktive Dividenden. Trotzdem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Unsicherheit auf den Finanzmärkten durch die Schuldenkrise und die Angst vor steigender Inflation hat dazu geführt, dass viele Anleger in Immobilien geflüchtet sind. Denn Sachwerte gelten vor allem in Krisenzeiten als stabile und sichere Geldanlage. Inzwischen sind die Preise für Häuser und Wohnungen aber kräftig gestiegen, sodass kaum mehr nennenswerte Renditen auf das eingesetzte Kapital zu verdienen sind.<br />
<h2>Indirekt statt direkt</h2>
Weitaus bessere Verdienstchancen winken dagegen bei einer indirekten Beteiligung an einem diversifizierten Portfolio aus laufenden Projekten und Bestandsimmobilien, die regelmäßige Mieterträge abwerfen. Dazu zählen die Aktien der österreichischen Immobilien-AGs: Sie liefern solide Zahlen, verwöhnen ihre Anleger neuerdings mit attraktiven Ausschüttungen und notieren mit Abschlägen von 50 bis 60 Prozent zu ihrem inneren Wert, obwohl ihre Wachstumsaussichten voll intakt sind – nicht zuletzt deshalb, weil sie verstärkt im lukrativen deutschen Wohnimmobilienmarkt mitmischen.<br />Als Immofinanz, CA Immobilien und Conwert am 21. März 2011 in den ATX aufrückten, war die Hoffnung groß, dass sich ein Platz in der Top-Liga der Wiener Börse auch positiv auf die Aktienkurse auswirken würde. Angesichts der taumelnden Aktienmärkte hat sie sich bis dato aber nicht erfüllt. Das mag unter anderem auch daran liegen, dass die österreichischen Immo-AGs, ähnlich wie die heimischen Banken oder Versicherungen stark in die östlichen Nachbarstaaten expandiert haben und diese Region von Investoren als riskant eingeschätzt wird. „Investoren haben momentan mehr Vertrauen in die Westmärkte“, bedauert Immofinanz-CEO Eduard Zehetner. „Das Potenzial von Zentral- und Osteuropa muss erst allgemein anerkannt werden.“ <br />Bei Immofinanz entfallen 48 Prozent des Portfolios auf Osteuropa, bei CA Immo und S Immo rund 40 Prozent. Allerdings darf man die Region nicht in einen Topf werfen. Die Immobilienmärkte in den einzelnen Ländern entwickeln sich äußerst unterschiedlich. In Südosteuropa sind die Mietpreise weiterhin unter Druck und die Leerstandsraten hoch. „Vom Tiefpunkt 2010 geht es zumindest langsam wieder aufwärts“, berichtet S Immo-Vorstand Holger Schmidtmayr. In Polen und Russland, wo die Wirtschaft überdurchschnittlich stark wächst, läuft dagegen auch das Immobiliengeschäft entsprechend gut. Immofinanz erzielt beispielsweise in Russland Mietrenditen von bis zu 13 Prozent und verzeichnet mit drei Prozent den geringsten Leerstand seines Portfolios.<br />
<h2>Deutscher Boom</h2>
Besonders begehrt ist derzeit allerdings der stabile und liquide deutsche Immobilienmarkt, wo zudem auch deutlich höhere Renditen zu erwirtschaften sind als im Heimmarkt Österreich. Das gilt insbesondere für den Bereich Wohnimmobilien. Die auf dieses Segment spezialisierte Conwert hat sich dort in den letzten Jahren kräftig eingekauft und hält inzwischen 46 Prozent ihres Portfolios in deutschen Wohnungen und Zinshäusern. <br />Bei S Immo entfällt knapp ein Fünftel auf deutsche Wohnimmobilien. CA Immo ist dagegen in erster Linie mit Gewerbeimmobilien präsent, beabsichtigt aber ebenso wie Immofinanz im lukrativen Wohnbereich stärker Fuß zu fassen. Denn: Die Durchschnittsmieten in Berlin, Deutschlands größtem Wohnimmobilienmarkt, liegen laut Johannes Meran, Verwaltungsratsvorsitzender der Conwert, mit 5,20 Euro pro Quadratmeter gut 30 Prozent unter dem Wiener Niveau. Aufgrund der kontinuierlichen Zuwanderung und des Trends zu kleineren Haushalten wird die Nachfrage anhalten. Schmidtmayr ist deshalb überzeugt, „dass die Preise in Berlin in den nächsten zwei bis drei Jahren noch weiter steigen werden.” Es überrascht daher nicht, dass Conwert mit Immobilien in Wien vermehrt Kasse macht und sich dafür in Deutschland weiter einkauft.<br />
<h2>Zuckerl für Anleger</h2>
Nachdem die Aktienkurse der heimischen Immo-AGs enttäuscht haben – seit Jahresbeginn konnte nur Immofinanz nennenswert zulegen – versuchen die Unternehmen ihre Anleger jetzt mit Ausschüttungen bei der Stange zu halten, wobei das Beispiel der Immofinanz von den anderen inzwischen kopiert wird: Statt einer Dividende erfolgt eine Einlagenrückzahlung, die vom Anleger KESt-frei vereinnahmt werden kann.<br />Es ist also nicht zu spät, sich die eine oder andere heimische Immo-Aktie noch ins Depot zu legen – insbesondere Immofinanz und S Immo. Die breit über Sparten und Länder diversifizierte Immofinanz verbindet Sicherheit durch regelmäßige Mieteinnahmen mit den Wachstumschancen aus ihrer Entwicklungspipeline. Die Aktien sind am günstigsten bewertet (KGV 10,5) und liefern die höchste Dividendenrendite (5,7 %). <br />S Immo ist ein eher defensives Investment mit relativ geringen Kursschwankungen. Im Vordergrund steht die Profitabilitätssteigerung durch Optimierung des Portfolios und Rückkauf eigener Aktien, was angesichts eines Abschlags von fast 50 Prozent vom inneren Wert durchaus Sinn macht. S Immo verzehnfachte 2011 ihren Gewinn auf 21,2 Millionen Euro und schüttet erstmals eine Dividende von 0,10 Euro als KESt-freie Einlagenrückzahlung aus.
emb
Foto: Bildagentur waldhäusl]]></content:encoded>
			<category>IMMOBILIEN + WOHNEN</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 20:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Es grünt so grün ...</title>
			<link>http://www.aerzte-exklusiv.at/index.php?id=184&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1460</link>
			<description>Wohnen im Grünen hat viele Gesichter: Die Palette reicht vom klassischen alten Bauernhaus im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Trend zum „eigenen Stück Grün“ ist ungebrochen groß: „Die Leute wollen wieder ihr eigenes Gemüse anbauen und der Anonymität in der Stadt entfliehen“, sagt der Geschäftsführer der Spiegelfeld Immobilien GmbH, Georg Spiegelfeld. Diese Sehnsucht nach dem Land sieht er in engem Zusammenhang mit den derzeitigen Entwicklungen: „Als die Finanzkrise in England ausbrach, stieg das Interesse an Bauernhöfen am See rasant an.“ Aber auch alte Mühlen oder Winzerhäuser erfreuen sich in unsicheren Zeiten wachsender Beliebtheit. <br />Insbesondere Letzteres scheint momentan „in“ zu sein. Das Flair von „Wein und Essen“ im eigenen Garten, in dem alte Rebstöcke stehen, ist etwas, was für viele Leute offenbar reizvoll ist. Südburgenland oder etwa das Gebiet um die südsteirische Weinstraße sind äußerst begehrte Gegenden. Aktuell befindet sich im Portfolio von Spiegelfeld Immobilien ein wunderschöner, 1882 errichteter Arkadenhof in Luising (Burgenland, Nähe Güssing). Das renovierte Wohngebäude (Preis 290.000 Euro) bietet insgesamt rund 200 m² gemütliche Wohnfläche auf zwei Ebenen und steht auf einem vollkommen ruhigen und sonnigen Grundstück mit Obstbäumen, Gemüsegarten und einer Scheune. Derartige Häuser, die durchaus zahlreich auch über der Grenze – in Ungarn – zu finden sind und wesentlich günstiger zu haben wären, finden kaum einen Abnehmer: „Die Österreicher wollen ihr Haus lieber in Güssing bauen und nehmen den bedeutend höheren Preis in Kauf“, erklärt Spiegelfeld. 
<h2>Selbst Hand anlegen</h2>
Interessant ist auch der Trend zur Revitalisierung: Ein altes Bauernhaus herzurichten ist attraktiver als ein neues zu bauen. Freilich sei das Ganze eine Kostenfrage und viele, die eher zum revitalisierten Haus tendierten, entscheiden sich dann doch für einen Neubau.<br />Ebenfalls hoch im Kurs stehen die – meist am Stadtrand gelegenen und ganzjährig bewohnbaren – Schrebergärten: Um die gäbe es ein regelrechtes Griss. In Währing, Döbling und Hietzing, den absoluten Hotspots, sei es so gut wie unmöglich, etwas zu bekommen, denn ein frei gewordenes Grundstück lande meist nicht auf dem Markt, sondern würde intern vergeben werden.<br />Dies bestätigt auch sein Kollege Michael Pfeifer, Geschäftsführer von MP Immobilien: „Aufgrund des Kleingartengesetzes und der üblichen Weitergabemodalitäten ist es für uns Immobilientreuhänder schwierig an Objekte heranzukommen. Ebenfalls wenig Bewegung gäbe es im Bereich der Dachausbauten mit eigener Terrasse. Diese Form des „Stückchen Grüns“ inmitten der Stadt sei nämlich ausgesprochen beliebt und es gäbe bei Weitem mehr Interessenten als Wohnungen. Konkret denke er da an ein tolles, erst kürzlich realisiertes Projekt in der Oberen Amts­hausgasse in Wien-Margareten, das nicht nur durch seine schön angelegten Balkone, sondern auch durch seine ausgeklügelte Begrünung durch Kletterpflanzen besticht: „Eine grüne Oase inmitten der Stadt, wo ich selber sofort einziehen würde“, meint Pfeifer. 
<h2>Grün nicht ohne Öffis</h2>
Eine ungebrochen große Nachfrage gäbe es auch bei Wohnungen am Stadtrand, wobei für Wohnungssuchende neben den Klassikern Hietzing und Döbling durchaus auch günstigere Gegenden, wie das Gebiet um den Lainzer Tiergarten, Neuwaldegg bzw. auch der grüne Teil des 16. Bezirks interessant sind. Ebenfalls sehr gefragt seien beispielsweise Teile über der Donau wie die Gegend rund um das Freibad „Gänsehäufl“. Das Quadratmeter-Eigentum sei dort auch nicht mehr so billig – laut Immobilienpreisspiegel rund 2.500 Euro. Bei all diesen mehr oder weniger am Stadtrand gelegenen Immobilien gehe es immer um die gleiche Geschichte: „Gibt es eine U-Bahn-Anbindung oder nicht: Das ist das Kriterium, warum sich Leute für eine Immobilie entscheiden oder eben nicht“, erklärt Pfeifer. Gebiete, die verkehrstechnisch nicht erschlossen sind, haben hingegen wenig Chance. Dies gelte im Übrigen auch für Gegenden außerhalb der Stadt. Für jene ohne gute Anbindung zu Hauptverkehrsstraßen bestehe kaum Interesse. Dies bestätigt der Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder, Mag. Thomas Malloth: Die auf der Achse Wien- Bratislava gelegenen Orte beispielsweise seien aus diesem Grunde nicht sehr gefragt. <br />Ein wenig attraktiver sind Gebiete wie Himberg oder Hennersdorf bei Wien: „Das sind Gegenden, in denen der gehobene Mittelstand seinen Traum vom Leben im Grünen realisiert“, erklärt Malloth. Leider jedoch komme es da oft zu einer Art Ghettoisierung, welche der starke Anstieg der Immobilienpreise mit sich bringt. Für die heimische Wohnbevölkerung sei der Erwerb von Grundstücken aus diesem Grunde immer weniger leistbar. 
<h2>Back to the roots...</h2>
Neben dem Trend zum Leben auf dem Land sieht Malloth auch starke Tendenzen in Richtung Stadt: „Viele Menschen, die sich in mittleren Jahren fürs Landleben entschieden haben, zieht es sehr oft wieder in die Stadt“, so seine Beobachtung. Ab dem 60. Lebensjahr wollen manche wieder „weg vom Rasenmäher“ und hin zum urbanen Leben. <br />Das Gleiche gelte im Übrigen für die darüber liegende Altersklasse: Seniorenwohnhäuser werden wieder vermehrt in der Stadt geplant, weil ältere Menschen das Angebot der Städte einfach schätzen und die Kinder meist in der Nähe sind. <br />Trends gibt es also in alle möglichen Richtungen und nicht selten sind sie auch von Dingen beeinflusst, an die ad hoc eigentlich niemand denken würde: „Desto eher der Benzinpreis steigt, desto mehr Anfragen gibt es für Wohnungen in der Stadt“, erzählt Pfeifer. Dies klinge vielleicht absurd, aber es ist so: Die Leute würden einfach unglaublich sensibel auf die verschiedensten Entwicklungen reagieren. Auch die Preise von Parkpickerln seien mitunter für die Wahl des Wohnortes entscheidend.
ct
Foto: spiegelfeld immobilien
<h1>Checkliste</h1>
<h2>Landleben im Vorteilscheck</h2>
<h3>Vorteile</h3>
<ul><li>Wohnen im Grünen ist wohltuend und schafft eine Lebensqualität, die in der Stadt nicht möglich ist. </li><li>Der Garten ist in der schönen Jahreszeit das verlängerte Wohnzimmer: Dinge wie Frühstücken im Freien oder Grillen am Abend mit Freunden vermitteln ein besonderes Lebensgefühl.</li><li>Kinder haben mehr Freiraum und wachsen in einem natürlichen Umfeld auf.</li><li>Viele Freizeitaktivitäten sind möglich, die in der Stadt nicht oder nur beschränkt umsetzbar sind.</li><li>Zwischenmenschliche Beziehungen sind intensiver: Nachbarschaftshilfe ist selbstverständlich. </li></ul>
<h3>Nachteile</h3>
<ul><li>Die Infrastruktur ist oft nicht die beste: Lange Wegstrecken müssen mitunter in Kauf genommen werden, um etwa zum nächsten Supermarkt zu gelangen.</li><li>Auch kulturelle Einrichtungen oder Ärzte sind oft weit weg und das Angebot für Kinder (Musikschulen, Sportvereine) ist häufig sehr dürftig. </li><li>Die Abhängigkeit vom eigenen PKW ist gegeben – mit Kindern ist das Leben am Land ohne ein zweites Fahrzeug oft nicht bewältigbar.</li><li>Die Menschen müssen mitunter früh aufstehen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.</li><li>Und natürlich hat auch die enge Beziehung zu den Mitmenschen so manchen Nachteil: Jeder kennt jeden und die Privatsphäre ist eingeschränkt. Es wird viel getratscht. </li></ul>]]></content:encoded>
			<category>IMMOBILIEN + WOHNEN</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 19:59:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Maskuliner Luxus fürs Zuhause</title>
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			<description>Nein, es geht diesmal nicht um Motoren, Uhren und coole Sportarten, sondern um ganz profane...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor allem Singles – immerhin gibt es 1,4 Millionen Singles in heimischen Haushalten und davon sind 60 Prozent Männer – mausern sich zu Vorreitern in Sachen Luxus zu Hause. Neben modernen, coolen und vor allem kostspieligen Espressomaschinen, Grillern oder Flachbildschirmen mutieren nun ganz hausbackene Alltagsutensilien zum Luxusobjekt. In einer brandaktuellen Untersuchung fand die Fondazione Altagamma, der führende italienische Verband der Luxusgüterhersteller, heraus, dass bereits 40 Prozent aller Luxusgüter von Männern gekauft werden. <br />Während früher die typische männliche Singlewohnung chaotisch, zusammengewürfelt und häufig mit dem Beigeschmack einer Zwischenlösung toleriert wurde, achten die Männer von heute durchaus auf die Gestaltung ihrer eigenen vier Wände. Ob dies nun mit dem „Cocooning“, dem vermehrten Rückzug ins häusliche Privatleben, oder einer neuen Form der machoistischen Imagepolitur zu tun hat oder einfach nur zeigt, dass Männer ja doch im Kern echte Ästheten sind, sei dahingestellt. Heute legt Mann eindeutig Wert auf Stil und Finesse.<br />Speziell männliche Singles beobachten Markttrends und -novitäten und suchen gezielt qualitativ hochwertige Markenprodukte. Diesen Luxus lassen sie sich auch durchaus etwas kosten, wenn auch nicht alleine die Ästhetik zählt und der Dekorationseffekt, sondern eindeutig auch die Praktikabilität und eventuell ein verfügbarer Zusatznutzen.<br />
<h2>Luxusküche</h2>
Selbst wenn der Hausherr den klassischen Haushaltsarbeiten wie dem Kochen nicht frönt, was die Küchengeräte anbelangt, darf es dennoch nur das Beste sein. Dampfgarer, Induktionsherd, Stand-alone-Riesenkühlschrank und State-of-the-Art Geschirrspüler sind neben den Klassikern wie der Designer-Kaffeemaschine und dem Hightech-Griller, der alle Stückerl spielt, absolute Must-haves. Dazu gehören aber auch Geschirr und Gläser mit klingenden Namen oder ausgefallenen Designs, extravagante Messersets, die so viel kosten wie vor einigen Jahren ein neues Mountainbike oder Entertainment-Technik in der Küche, damit dem hobby-kochenden Hausherrn nicht fad wird. <br />Das Hausfrauen-Image ist passé, gefragt sind Luxusgüter fürs Zuhause, die Gäste staunen lassen und die Stunden daheim zur wahren Entspannung werden lassen. Und ein wichtiger Faktor kommt noch dazu: Umweltfreundlich, energiesparend und effizient sollen sie sein, die neuen Gimmicks im Haus. Eigentlich ein recht sympathischer Luxustrend, oder?<br />
<h2>Wie man sich bettet...</h2>
Eindeutig überraschendes, aber auch verständliches Beispiel für den neuen maskulinen Luxus in den eigenen vier Wänden stellt das Bett dar. Vi-Spring, britischer Hersteller luxuriöser handgefertigter Betten, hat in einer Umfrage herausgefunden, dass österreichische Single-Männer auf puristische Klarheit und gediegenen Luxus im Schlafzimmer setzen.<br />Die Betten werden größer, höher und breiter – wie freilich auch die Männer. Vor zwei Generationen noch üblichen Längen von 1,90 m wird keinerlei Beachtung mehr geschenkt. Es sind eher die Überlängen von 2,10 m und die Extrabreiten von 1 m bis 2 m, die Interesse wecken. Immerhin wird das Luxusbett ja doch meistens geteilt. Da trifft es sich gut, dass Vi-Spring-Matratzen per Zipp die berühmte „Besuchsritze“, den Spalt zwischen zwei Matratzen, verhindern. Außerdem liegt die Liegehöhe bei etwa 60 cm und erlaubt ein elegantes „Niedersinken“ ohne Ächzen und Plumpsen.<br />Die handgefertigten Vi-Spring-Matratzen sind mit qualitativ hochwertigen Materialien wie Rosshaar, Angorawolle oder Shetlandwolle gefüllt, bieten zahllose Stoffdesignvarianten, unterschiedliche Festigkeiten und 17 verschiedene Standardmodelle.<br />Der belgische Designer Dirk Debbaut hat das neueste Luxusmodell eines Vi-Spring-Bettes entworfen: Pontanee. Der Designer lässt sich von den Interessen und Vorlieben der Kunden zu seinen Ideen inspirieren. Das Ergebnis sind Schlafstätten von unvergleichlicher Eleganz und gediegenem Luxus.
bw
Foto: bugatti]]></content:encoded>
			<category>IMMOBILIEN + WOHNEN</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 May 2012 19:54:00 +0200</pubDate>
			
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