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Telekardiologie – ein neuer Weg zurück

Die Rehabilitation ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück in ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Innovationen auf diesem Gebiet bringen Vorteile für Betroffene und das System.


Foto: fotolia

Ziel der kardiologischen Rehabilitation ist es, Patienten nach Herzinfarkten wieder in die Gesellschaft zu reintegrieren, beruflich zu rehabilitieren und krankheitsverursachende Risikofaktoren nachhaltig zu beeinflussen. Im Rahmen einer stationären Rehabilitation werden diese nach einem akuten Ereignis in einem Zentrum vier Wochen standardisiert rehabilitiert. „Während durch entsprechende Ernährung, Lebensstilmodifikation und Bewegungsprogramme eindrucksvolle Ergebnisse in der Reduktion der Risikofaktoren (Gewicht, Blutdruck, Blutfette) erreicht werden, gelingt es häufig nicht, diesen primär erzielten Erfolg nachhaltig aufrechtzuerhalten“, stellt Primar Dr. Johann Altenberger, Ärztlicher Leiter des Reha-Zentrums Großgmain, fest. „Zur weiteren Optimierung des Rehabilitationserfolges braucht es darüber hinaus Innovationen, die am Problem der mangelnden Nachhaltigkeit ansetzen. Es sollte gelingen, Lebensstilmodifikationen in den Alltag zu integrieren und somit in die eigenen vier Wände zu transferieren“, ist Altenberger überzeugt.

Pilotstudie TRIC

Im Bereich der Rehabilitation nach Herzinfarkten wurde von der Pensionsversicherungsanstalt in der Sonderkrankenanstalt-RZ Großgmain die Pilotstudie „Rehabilitation bei koronarer Herzerkrankung mit anschließendem telemedizinisch überwachtem Trainingsprogramm“, kurz „TRIC“ (TeleRehabilitation In Coronary Artery Disease), gestartet. In zwei Gruppen – einer Interventionsgruppe (TeleReha-Gruppe) und einer Kontrollgruppe – sind 150 Patienten (jeweils 75 pro Gruppe) in fünfzehn Monaten erfasst. Berufstätige Patienten zwischen 20 und 55 Jahren mit einer koronaren Herzerkrankung mit oder ohne unkomplizierten Herzinfarkt nehmen in der TeleReha-Gruppe bei einem stationären Aufenthalt von nur zwei Wochen an einem standardisierten Schulungs- und Trainingsprogramm teil. Danach führen sie zu Hause ein telemedizinisch überwachtes Bewegungstraining über einen Zeitraum von zehn Wochen durch und erleben dabei eine völlig neue Therapieform.
Die Studie soll zeigen, ob die medizinischen Ergebnisse der Patienten der Tele-Reha-Gruppe besser sind als jene, die eine traditionell vierwöchige stationäre Rehabilitation absolvieren. Dabei wird auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt.

Doppelter Nutzen

„Die steigende Bedeutung der medizinischen und beruflichen Rehabilitation wird heute von niemandem mehr in Frage gestellt. Umso wichtiger ist es, auf diesen Gebieten innovative Entwicklungen zu ermöglichen und zu fördern“, sagt Manfred Felix, Obmann der Pensionsversicherungsanstalt. Der gesundheitspolitische Nutzen der Rehabilitation ist enorm, daher hat beispielsweise das Bundesland Salzburg in den vergangenen Jahren bewusst und gezielt den Ausbau der Reha-Einrichtungen vorangetrieben. Bestehende, bewährte Einrichtungen wurden durch neue Einrichtungen bedarfsgerecht und im Rahmen eines langfristigen Gesamtkonzeptes ergänzt. Im Rahmen einer gezielten Reha-Offensive wurde seit dem Jahr 2010 das Reha-Angebot in Salzburg um fünf weitere Einrichtungen ergänzt und erweitert. Die rund 260 fixen Arbeitsplätze und über 180 Reha-Betten an den Standorten St. Veit, Hallein und Oberndorf stellen in den Regionen einen echten Wertschöpfungsfaktor dar. Die Pensionsversicherungsanstalt mit ihren drei Salzburger Standorten Bad Hofgastein, Großgmain und Saalfelden ist ein kompetenter Partner in diesem Feld.                               rh


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