MEDIZINPRODUKTE |  Diagnostika

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Bluttest I

Heidelberger Wissenschaftler arbeiten an einem Bluttest, der Brustkrebs im Frühstadium erkennen soll. Die Markt- einführung wird noch für heuer erwartet.

Statistisch gesehen ist jede achte Frau im Laufe ihres Le- bens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Nach aktuel- len Zahlen der Statistik Austria ist Brustkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Die beste Strate- gie im Kampf gegen das sogenannte Mammakarzinom ist

nach wie vor die Früherkennung. Neben der ärztlichen Tastuntersuchung, der Selbstuntersuchung und der Mammografie soll nun bald eine weitere Vorsorgemethode auf den Markt kommen. Ein von deutschen Ärzten entwickelter Bluttest soll nicht nur mit hoher Treffsicherheit Brustkrebs erkennen, sondern auch früher Alarm schlagen.

Prof. Dr. Christof Sohn, dem ärztlichen Direktor der Unifrauenklinik Heidelberg, und seinem Team ist der Durchbruch gelungen- und beschreibt die Methode wie folgt: „Der Test soll ein Frühwarnsystem sein, um Frauen zu weiteren Untersuchungen zu über- weisen. Er hat mehrere Vorteile: Im Blut wird Krebs entdeckt werden können, noch bevor er mittels bildgebender Verfahren sichtbar wird. Im MRT sieht man Tumore erst ab fünf Millimetern Größe – dann sind aber schon Millionen Krebszellen vorhan- den!“ Der Test soll auch weniger aufwendig sein und die Patientin keiner Strahlenbelastung aussetzen. Ab einem Alter von 30 Jahren soll er regelmäßig zum Einsatz kommen. „Wir möchten mit unserem Bluttest möglichst sicher sagen können, ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist. Das gelingt im Moment in 75 Prozent der Fälle“, erklärt der Mediziner.

Statistisch gesehen ist jede achte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Nach aktuellen Zahlen der Statistik Austria ist Brustkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Die beste Strategie im Kampf gegen das sogenannte Mammakarzinom ist nach wie vor die Früherkennung. Neben der ärztlichen Tastuntersuchung, der Selbstuntersuchung und der Mammografie soll nun bald eine weitere Vorsorgemethode auf den Markt kommen. Ein von deutschen Ärzten entwickelter Bluttest soll nicht nur mit hoher Treffsicherheit Brustkrebs erkennen, sondern auch früher Alarm schlagen.Prof. Dr. Christof Sohn, dem ärztlichen Direktor der Unifrauenklinik Heidelberg, und seinem Team ist der Durchbruch gelungenund beschreibt die Methode wie folgt: „Der Test soll ein Frühwarnsystem sein, um Frauen zu weiteren Untersuchungen zu überweisen. Er hat mehrere Vorteile: Im Blut wird Krebs entdeckt werden können, noch bevor er mittels bildgebender Verfahren sichtbar wird. Im MRT sieht man Tumore erst ab fünf Millimetern Größe – dann sind aber schon Millionen Krebszellen vorhanden!“ Der Test soll auch weniger aufwendig sein und die Patientin keiner Strahlenbelastung aussetzen. Ab einem Alter von 30 Jahren soll er regelmäßig zum Einsatz kommen. „Wir möchten mit unserem Bluttest möglichst sicher sagen können, ob eine Frau an Brustkrebs erkrankt ist. Das gelingt im Moment in 75 Prozent der Fälle“, erklärt der Mediziner.Noch heuer soll der Test auf den Markt kommen. Parallel dazu forscht das Heidelberger Team bereits an einem Test für Eierstock- krebs, für welchen es bislang noch keine Früherkennungsmethode gibt.

Bluttest II

Schlaffördernde Moleküle zeigen Alzheimer an. Forscher arbeiten nun an einem neuen Bluttest.

Die Werte einer bestimmten Art von Fettsäuremolekülen, die den Schlaf fördern, sind laut einer Studie des King’s College Lon- don von Personen höher, die über Amyloid im Gehirn verfügen. Dieses Peptid wird für die Diagnose von Alzheimer eingesetzt. Damit könnte ein neuer Weg zur Entwicklung eines Bluttests gefunden sein, um die Krankheit besser zu diagnostizieren.

Laut Forschungsleiterin Cristina Legido-Quigley handelt es sich um die erste Studie, bei der Lipidmoleküle, die im Gehirn pro- duziert werden, im Blut nachgewiesen werden konnten. Diese Fettsäureamide sind dafür bekannt, dass sie neuroprotektiv sind und den Schlaf fördern. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es durch den Mangel an Schlaf zu Ansammlungen von Amyloid kommt. Daher könnten diese Moleküle eine Rolle bei der Auflösung von giftigem Amyloid im Gehirn spielen.

Legido-Quigley zufolge ist ein zuverlässiger Test zur Alzheimer-Diagnose dringend notwendig. Er soll dafür eingesetzt werden, Personen mit einem Erkrankungsrisiko zu identifizieren. Ein Bluttest wäre billiger und einfacher durchzuführen als die Messung von Amyloid im Gehirn oder eine Lumbalpunktion.

Bluttest III

Die Infektion mit Aspergillen ist die häufigste le- bensbedrohliche, oppor-tunistische, invasive Pilzinfektionen bei Patienten mit beeinträchtig- tem Immun-system. Erlaubt ein PCR-Test eine präzise Diagnose?

Die Aspergillose ist eine Pilzinfektion, die durch As- pergillus, einen weit verbreiteten Schimmelpilz, ver- ursacht wird. Die meisten Menschen atmen täglich Aspergillus-Sporen ein, ohne zu erkranken. Jedoch sind Patienten mit einem geschwächten Immunsys- tem oder Lungenerkrankungen einem höheren Risi- ko für gesundheitliche Probleme ausgesetzt, wenn sie Kontakt zu Aspergillen haben. Eine Aspergillen-

Infektion verursacht Beschwerden, welche klassisch als invasiv, saprophytär oder allergisch definiert werden können. Einige Formen der Aspergillusinfektion verlaufen mild, andere verlaufen schwer. Die Infektion mit Aspergillen ist die häufigste lebens- bedrohliche, opportunistische, invasive Pilzinfektionen bei Patienten mit beeinträchtigtem Immunsystem. Ohne Behandlung ver- sterben die meisten Patienten an einer Aspergillose, sodass eine frühe Diagnose und schnelle Verabreichung der entsprechen- den antimykotischen Medikation entscheidende Faktoren für das Überleben dieser Patienten sind. Die Infektion kann den Erhalt von Lungengewebe gefährden, sodass ein Bedarf nach neuen, nicht-invasiven Methoden besteht, die rechtzeitig den Pilzbefall nachweisen können.

Anhand von 18 klinischen Studien, die prospektiv über die Auswertung von PCR-Tests in Kohorten von Patienten mit einem er- höhten Risiko für eine Aspergilleninfektion berichten, wurde ein Cochrane Review durchgeführt. Dabei weist die PCR eine mo- derate diagnostische Genauigkeit bei Verwendung als Screening-Test für Aspergillose bei Gruppen von Hochrisikopatienten auf. Eine wichtige Schlussfolgerung ist, dass die Sensitivität des Tests, die geringe Prävalenz der Erkrankung und ein hoher ne- gativer prädiktiver Wert dazu führen, dass ein negativer Test eine positive Diagnose quasi ausschließt.