KUR & GVA | Quellenforschung

Quellen-Forschung:

Österreichische Mineral-

und Heilwässer erfasst

40 natürliche Mineralwasserquellen und 118 Heilquellen sind in Österreich anerkannt. Wissenschaftler haben in detektivischer Ar- beit diese Vielfalt zusammengetragen. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich Wasser auch auf kleinem Raum zusammengesetzt sein kann. Wässer mit besonderen Inhaltsstoffen oder besonderer hydrochemischer Zusammensetzung sind Menschen vielfach schon seit Jahrtausenden bekannt und werden entsprechend genutzt. So weist Wasser aus geologischen Störungszonen oft hohe Konzentrationen an Kohlendioxid auf. Daneben gibt es Wässer mit relativ hohen Anteilen an Eisen oder anderen Metallen, radon-, iod- bzw. schwefelhaltige Wässer.

Zwar gab es für manche Bundesländer wie Steiermark oder Kärnten bereits umfassende Arbeiten, eine Zusammenfassung des Wissensstandes über derartige Quellen in ganz Österreich habe es allerdings seit 1993 nicht mehr gegeben. Die Motivation der Autoren um Forscher der Geologischen Bundesanstalt (GBA) und der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien war daher, „alles, was es in Österreich gibt, in einer kompakten, aber informativen Übersicht zusammenzufassen“, sagte MMSc. Daniel Elster von der Abteilung Hydrogeologie und Geothermie der GBA im Gespräch.

Für ihr Buch „Österreichs Mineral- und Heilwässer“ arbeiteten die Experten mit zahlreichen Forschungseinrichtungen im Auftrag des Umweltministeriums zusammen, sichteten rund 2.500 wissenschaftliche Arbeiten, zahlreiche Gesetzestexte und kontaktierten eine Vielzahl an Betreibern kommerziell genutzter Quellen, ebenso wie Gemeinden und Privatpersonen. Darüber hinaus entnahm das Team der GBA 80 Wasserproben für neue hydrochemische Analysen aus Quellen, über die es wenige aktuelle Daten gab.

„Österreichs Mineral- und Heilwässer“ von D. Elster, L. Fischer, S. Hann, J. Goldbrunner, G. Schubert, R. Berka, G. Hobiger, P. Le- gerer & R. Philippitsch; 448 Seiten, 54 Euro pdf-Download: http://go.apa.at/lJhZWtRp