MEDIZIN | Leitlinien Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit

Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit

Die finale Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit ist seit Kurzem online. Mit ihr kündigt sich ein Paradigmenwechsel an: Jede nachgewiesene Helicobacter-Infektion soll therapiert werden. Helicobac- ter-pylori-Infektionen zählen zu den häufigsten Ursachen der gastroduodenalen Ulkuskrankheit. Sie wird auch durch die Einnahme von Azetylsalizylsäure und bestimmter Schmerzmittel begünstigt. Viele mit

H.-pylori-infizierte Patienten bleiben häufig asymptomatisch. Dennoch wurde in der Vergangenheit vorwiegend den H.-pylori-assoziierten Beschwerden und Folgeerkrankungen im Hinblick auf eine Keimeradikation Beach- tung geschenkt. Andererseits wird diskutiert, ob eine generelle Eradikation der H.-pylori-Infektion vielleicht sogar langfristig negative Folgen nach sich ziehen könnte und die Infektion für den Wirt auch Vorteile haben kann. Um diese offenen Fragen zu klären und die Diagnostik und Therapie weiterhin verbessern zu können, wurde die Leit- linie aktualisiert. Ziel der Leitlinie ist es, in der hausärztlichen, internistischen, infektiologischen, rheumatologi- schen, mikrobiologischen, pathologischen, pädiatrischen und gastroenterologischen Praxis einfach anwendbar zu sein. Darüber hinaus soll die Leitlinie einen Handlungskorridor für häufige Entscheidungen liefern.

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QUELLE: www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-001l_S2k_Helicobacter-pylori-gastroduodenale-Ulkuskrankheit_2022-07_1.pdf