FORTBILDUNG & KLINIK I Mediziner-Nachwuchs 

Im Krankenhaus St. Veit sind aktuell rund 80 Ärzte tätig, bei den Elisabethinen sind es

55. Mit in Summe 74 Ausbildungsstellen in allen Fachbereichen des jeweiligen

Hauses bieten die Krankenhäuser sehr gute Karrierechancen.

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Mediziner-Nach- wuchs: Ausbilden und halten

Foto: HF pictures

Mit dem Start eines innovativen Weiterbildungs- konzeptes für Jungärzte in Ausbildung setzen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan und das kooperierende Elisabethinen- Krankenhaus Klagenfurt wichtige Schritte in der Grundausbildung.

Auf die „Nachwuchsarbeit“ wurde im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan und im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt schon im- mer Wert gelegt. Ob Falldemonstrationen erleben, Praxiseindrücke sammeln oder vom direkten Austausch mit Ärzten profitieren – mit den neuen Weiterbildungsformaten „Summer teaching“ für Famulanten und Studierende, die das Klinisch-Praktische Jahr absolvieren, und dem „Journal Club“ für Turnus- und Assistenzärzte boten die Häuser ihren Auszubildenden von Anfang Juli bis September ein praxisnahes, klar strukturiertes und einzigartiges Weiterbildungsprogramm an. „Grundlagen und weiterführende Kenntnisse werden in Form von Workshops und Fortbildungen vermittelt“, schildert Oberarzt Dr. Fabian Hohenwarter von der Abteilung für Innere Medizin das neue Ausbildungsangebot für junge Kollegen, das wöchentlich stattfindet. Mit dem Konzept des „Journal Clubs“ lernen angehende Mediziner und Turnus- wie auch Assistenzärzte das kritische Le- sen und Interpretieren von medizinischen Fachpublikationen. Eine Fähigkeit, die in Zeiten zunehmender medizinischer Informationsüberflutung ent- scheidend in einer nach dem letzten Stand der Wissenschaft angepassten Therapieentscheidung sein kann.


Praxisnahe, fachliche Weiterbildung

Durch die lange Tradition als akademische Lehrkrankenhäuser der medizinischen Universitäten Wien und Graz sowie Lehrabteilung der Universität Innsbruck werden Jungmediziner einem hohen Ausbildungsstandard entsprechend ausgebildet. Dabei ist den Ordenskrankenhäusern die fundier- te und praxisrelevante Wissensvermittlung wichtig, die die Medizin in einem breiten Spektrum abbildet. Nur Krankenhäuser und Kliniken, die ent- sprechend hohe medizinische Fachkompetenz sowie hochwertige technische und räumliche Ausstattungen nachweisen können, dürfen Medizin- studenten in ihrem Klinisch-Praktischen Jahr weiter ausbilden.

Besonderer Wert wird auf den Praxisbezug gelegt. Auf dem Programm stehen einstündige Fortbildungen aus allen Fachbereichen, die in St. Veit oder am Elisabethinen-Krankenhaus angeboten werden wie etwa Röntgenbefundung, EKG-Training, Sonografie, chirurgische und gynäkologische Fertigkeiten. Simulationstrainings an hochmodernen Geburtssimulatoren und Reanimationspuppen ermöglichen es, Ausnahmesituationen in ge- schützter Atmosphäre zu trainieren. Die angehenden Mediziner haben so die Möglichkeit, Spitzenmedizin auf höchstem Niveau von erfahrenen Mitarbeitern zu erlernen.


Kaderschmiede

Mit den neuen Ausbildungsmöglichkeiten, die nun angeboten werden, gelingt es den Ordenskrankenhäusern, ihre eigenen Experten auszubilden und in der Region zu halten. „Es ist uns wichtig, auf die Wünsche und Anregungen der jungen Mediziner einzugehen, um somit die Ausbildung be- dürfnisorientiert zu verbessern“, sagt Prim. Dr. Hans Peter Gröchenig, der neue Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Mitkoordinator der ärztlichen Weiterbildung.

In beiden Ordenskrankenhäusern können Jungmediziner die gesamte neunmonatige Basisausbildung sowie die Ausbildung zum Allgemeinmedizi- ner und zum Facharzt in allen Fächern absolvieren. Rotationskonzepte, regionale und überregionale Vernetzung und ergänzende Seminare und Trainings wie das „Summer teaching“ und der alle zwei Wochen stattfindende „Journal Club “ runden das Angebot in der Weiterbildung ab. Im An- schluss an die Basisausbildung sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Laufbahn in einem der Ordenskrankenhäuser vielversprechend.


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