Magnetfeldtherapie bei Post-Covid-Fatigue
Viele Menschen kämpfen nach einer Covid-19-Erkrankung noch lange mit starker Erschöpfung, schlechtem Schlaf und eingeschränkter Belastbarkeit. Eine Studie der MedUni Wien* hat nun untersucht, ob eine Behandlung mit gepulsten Magnetfeldern (High-PEMF) in diesem Kontext Anzeichen für eine Verbesserung bringt.
20 Erwachsene mit Post-Covid-Beschwerden wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Eine erhielt über mehrere Wochen hinweg wiederholt High-PEMF-Anwendungen mit Ionen-Induktions-Therapie-Geräten von papimi, die sich durch eine extrem hohe Leistung und einen schnellen Impuls auszeichnen, die andere eine Placebobehandlung. Erfasst wurden vor und nach der Behandlungsphase unter anderem die körperliche Belastbarkeit, das Ausmaß der Erschöpfung, Schlafprobleme, Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit.
Das Ergebnis: In der Magnetfeld-Gruppe zeigten sich in mehreren Bereichen gleichzeitig günstige Veränderungen. Viele Teilnehmende berichteten weniger Fatigue, schliefen besser und fühlten sich im Alltag leistungsfähiger. Auch in einem Gehtest deuteten die Daten auf eine bessere Belastbarkeit hin. Wichtig für die Praxis: Die Behandlung wurde insgesamt gut akzeptiert, in der Magnetfeld-Gruppe brach niemand die Teilnahme ab.
Unerwünschte Wirkungen wurden zwar beschrieben, sie waren aber überwiegend mild und vorübergehend, wie etwa Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Die Studie ist klein und kann daher noch keine endgültigen Aussagen zur Wirksamkeit liefern. Sie zeigt, dass die Methode gut durchführbar ist und liefert erste Hinweise, dass sie Post-Covid-Fatigue lindern könnte. Größere Studien müssen nun klären, wie stark der Effekt tatsächlich ist und wer am meisten davon profitiert.
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*) Keilani, M., Steiner, M., Sternik, J. et al. Feasibility, acceptance and effects of pulsed magnetic field therapy in patients with post-COVID-19 fatigue syndrome. Wien Klin Wochenschr 137, 645–653 (2025). https://doi.org/10.1007/s00508-025-02522-w
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